Am 10.05. gab es ein Nachbarschafts-Straßenfest mit Bands in Berlin-Wedding, initiiert von der Antimilitaristischen Versammlung, die sich monatlich im Infoladen der Schererstraße 8 trifft.
In Berlin-Wedding hat nach dem Beschluss Deutschlands zivile Produktion auf Kriegsproduktion umzustellen, die Rheinmetall Fabrik eine ehemalige Autoproduktions-Stätte übernommen. Dagegen machen verschiedene Nachbarschafts-Initiativen in Berlin-Wedding mobil, die mit Infoständen auf dem Straßenfest am Start waren.
In einem Redebeitrag einer Palästina-Solidaritätsgruppe wurde dort auch auf das anstehende Nakba-Gedenken aufmerksam gemacht.
Bei einem Graffiti-Jam wurde die Fassade des Hausprojekts mit anitmiliaristischen Content verschönert, wobei sich die Bullen dazu erdreisteten auch noch nach einer Genehmigung von den „Hauseigentümern” des Projektes zu fragen.
Anarchists for Palestine waren ebenfalls mit einem Infostand vertreten. Neben Gesprächen, Stickern und Pins waren vor allem T-Shirts von Anarchists for Palestine sehr gefragt. Leider war das T-Shirt mit dem meistgefragten Motiv schon ausverkauft, bis auf ein paar Rest-Exemplare – eine Neuauflage wird demnächst aber wieder erhältlich sein.
Außerdem gab es lecker Pizza-Vokü und einige ließen den Abend noch vor dem Hausprojekt gemütlich ausklingen. Auch für Nicht-Anwohnende ist eine „Reise” in die Schererstraße unbedingt zu empfehlen, achtet dazu auf weitere Ankündigungen!
Redebeitrag von Anarchists for Palestine 10.05. „Auf die Straße gegen Militarisierung” – Wedding
Ein Hallo an alle Besucher*innen dieser Straßenversammlung hier im Wedding gegen Militarisierung, hallo Nachbar*innen des Hausprojekts Schererstraße8
Hier nun eine Redebeitrag von Anarchists for Palestine.
Gleich vorweg: wir sind solidarisch mit den Betroffenen der Razzia gegen linke, anarchistische Projekte vom 24. März! Der Überfall der Bullen hatte ja hier den Infoladen der Schererstraße 8 getroffen, wo sich neben der Sozialberatung der Erwerbsloseninitiative BASTA auch die Antimilitaristische Versammlung Wedding trifft – danke nochmal an euch für die Einladung für heute!
(–> Falls das Zivibullenauto mit den Kameras noch vor Schererstraße8 steht – oder ein neues Zivibullenkameraauto — den Satz dann je nach Schadensgrad des Autos anpassen…:
Übrigens: das inzwischen schrottreife Auto mit den Überwachungskameras da vor der Scherer 8 vermüllt hier die Gegend und sollte endlich entsorgt werden!)
Als Anarchist*innen für ein freies Palästina können wir es nur begrüßen, wenn Initiativen wie hier gemeinsam mit der Nachbarschaft in unseren Kiezen, verstärkt gegen Militarismus mobil machen. Und insbesondere gegen die mörderischen Waffenlieferungen deutscher Konzerne Widerstand leisten! Der Rheinmetall Konzern ist ein Hauptlieferant von Waffen an -Israel- und ist somit ein klarer Komplize des Genozids gegen die palästinensische Bevölkerung und auch Profiteur bei der Ausweitung der Kriegszonen. Während die Menschen ermordet werden klingeln ihre Kassen!
Und dieser Todes-Komplize hat seinen Sitz HIER im Wedding, in der Scheringstraße am Humboldthain – seitdem in Deutschland beschlossen wurde zivile Produktion wie unter anderem die Autoproduktion auf Kriegsproduktion umzustellen!
Der Protest und der Widerstand gegen den anhaltenden Genozid gegen Palästina zeigen, dass sie den Widerstand von uns, von der Bevölkerung, auch mit tausenden Anzeigen und Ermittlungsverfahren nicht stoppen können!
Und auf die verlogene Propaganda und die rassistischen und kolonialistischen Verdrehungen in den Staatsmedien fallen sowieso immer weniger drauf rein: schon mehrere Jahre gehen Tausende auf die Straßen gegen Krieg und Genozid — und zu den staatlichen Pro-Kriegs- und Pro-Israel-Kundgebungen der Politiker kamen nur gerade mal das enge Umfeld der Herrschenden, und das sind wenige.
Das wissen sie inzwischen, und deswegen drehen sie nun voll auf mit ihrer Bundeswehr und Kriegspropaganda, mit Youtube Influencer*innen, Werbetafeln, überdimensionale Werbebanner an Gebäuden oder der tarnfarbenenen Werbedruckung von ganzen Bussen, Trams, etc.
Wir wollen jetzt nicht noch stärker ins Detail gehen, wie weit rein in den Alltag die Kriegskomplizenschaft der Industrie reicht, zum Beispiel auch bei dem Testen von KI gesteuerter Überwachung – da können andere Protest-Initiativen bestimmt mehr dazu sagen. Wie zum Beispiel bei den Test-Supermärkten für bargeldlose Bezahlung — oder den geplanten KI-Überwachungskameras in der Rigaer Straße oder im Görli –, wo die Technik dazu von Firmen stammt, die das ganze Arsenal mit mörderischen Folgen in den von –Israel– besetzten Gebieten „getestet” haben… GETESTET in Anführungszeichen!
Wir wissen, es gibt auch überall Widerstand und Sabotage aus der Gesellschaft gegen die Militarisierung der Gesellschaft, wie unter anderem Graffiti, Farbe und andere kreative Aktionen gegen die ganze Propaganda.
Oder wie der Sabotage-Akt des zivilen Ungehorsams der Ulm5 gegen eine Produktionsstätte von Elbit – in Ulm: sie sind jetzt in Stammheim vor Gericht und sollen deswegen verurteilt werden – wir fordern ihre Freiheit!
Und immer mehr junge Menschen machen mobil gegen die Mobilmachung der Bundeswehr — gegen die Einziehung zum Kriegsdienst gab es jetzt am 8.Mai wieder bundesweit Schulstreik und andere Aktionen.
Auch Gesundheitsarbeiter*innen haben begonnen sich zu organisieren — gegen die Umwandlung von Krankenhäusern im sogenannten „Ernstfall” in Lazarette für Soldat*innen.
Und HIER IM WEDDING wurde die Rheinmetall Fabrik in der Scheringstraße schon mehrmals besucht. Mit gesprühten Parolen, mit Sitzblockade und einmal mit einer spektakulären Besetzung inklusive Palästina-Fahne und Transparent auf dem Dach.
Da können wir nur sagen: weiter so!
Für widerständige Kieze im Wedding und in ganz Berlin – unterstützen wir gemeinsam die lokalen Initiativen gegen Militarisierung!






