Über die Demo „Antifa means Free Palestine”, 17.01.2026 Leipzig-Connewitz – Bericht & Statement
Der Leipziger Stadtteil Connewitz war in der Vergangenheit schon durch gewaltbereite Antideutsche aufgefallen, die versuchen, den Stadtteil für migrantische und Palästina solidarische Menschen zunehmend zu einem unsicheren Ort zu machen. Ein auf der Demo gehaltener Redebeitrag listete ein Teil jener Attacken bis hin zu körperlichen Angriffen in den letzten zwei Jahren, u.a. wegen dem Tragen der Kufiya, auf. Die Lage spitzte sich zu, als eine Gruppe von FLINTA-Personen beim Plakatieren in Connewitz am 08.01.2026 von circa 10–15 vermummten Personen u.a. mit Teleskopschlagstock angegriffen worden ist und eine Person schwerverletzt ins Krankenhaus musste.
Aus Solidarität mit den Betroffenen und als deutliches Zeichen gegen diesen ultra-deutschen (sie nennen sich selbst „Antideutsche”) Terror sind wir dem Aufruf gefolgt und beteiligten uns an der bisher größten pro-palästinensischen Demonstration in Leipzig mit bis zu 3000 Menschen. Unsere Teilnahme war dabei ein bewusstes politisches Statement: Denn eine Linke, die ihren Namen verdient, steht notwendigerweise auf einem antikolonialen und antirassistischen Standpunkt. Dies ist mit der Unterstützung der faschistischen israelischen Regierung und ihrem völkermordartigen Krieg gegen die Palästinenser*innen unvereinbar. Die sogenannten „Antideutschen” vertreten diese linken Prinzipien nicht, sie sind eine irrelevante Minderheit, die mit ihrer Israel-Solidarität koloniale Unterdrückung deckt.
Die Stimmung war zunächst angespannt, da wir am Hauptbahnhof von einem großen Polizeiaufgebot empfangen wurden. Mehrere Reisegruppen wurden von den Bullen im Bahnhof aufgehalten oder kamen wegen Verzögerungen der Bahn und partiellen Nahverkehrs-Ausfällen verspätetet an. Nach dem Eintreffen bei der Demo war die Stimmung jedoch ausgelassen und entschlossen. Dies spiegelte sich auch in unseren Parolen wider. Die Stadt Leipzig hatte der Demo jedoch kurzfristig die geplante Route durch Connewitz, vorbei an den Orten der zionistischen Übergriffe und antideutschen Treffpunkten wie dem Conne Island oder dem linXXnet, verboten. Connewitz wurde mit Bullen-Absperrgittern abgeriegelt. Hier zeigte sich sich wieder einmal deutlich, Antideutsche und Polizei: Hand in Hand. Stattdessen zogen wir vom Connewitzer Kreuz über die Karl-Liebknecht-Straße bis in die Innenstadt, wo unsere Rufe „Hoch die internationale Solidarität!”, „Viva, Viva Palestina”, und vor allem „Antideutsche sind keine Linken!” durch die engen, autofreien Straßen besonders laut hallten.
Der „Gegenprotest” der sogenannten Antideutschen war unserer Meinung nach bedeutungslos. Sie konnten lediglich über 500 Personen mobilisieren, wofür sie aber auch jede egal wie krude Kleinstgruppe aus der ganzen BRD herankarren und gefühlt auch schon ihr Mobi-Potential voll ausschöpfen mussten. Ihr harter Kern hatte entlang unserer Route mehrere Kleinstkundgebungen angemeldet, bei denen wir immer wieder dieselben Gesichter, Transpis und Fahnen sahen.























































































































