• Ein anarchistischer Blickwinkel: Leipzig Connewitz, die Linkspartei und Solidarität mit den Palästinenser*innen

    Quelle: Zukunft Fragezeichen – eine anarchistische Stimme aus Leipzig-Süd (Instagram Link) & Anarchismus Collab (Instagram Link)

    „Eine organisierte internationalistische und anarchistische Perspektive scheint in Leipzig also erst einmal wenig greifbar. Die Demonstration in Connewitz, zu der anarchistische und autonome Gruppen aus verschiedenen Teilen Deutschlands aufrufen und eben auch die Anarchistischen Studis aus Leipzig, ist vielleicht ein Schritt vorwärts.
    Hoch die internationale Solidarität! Anarchie erkämpfen, in Connewitz und überall!
    17. Januar, 13 Uhr Connewitzer Kreuz!”

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    Demonstration 17. Januar Connewitz

    Für den 17. Januar mobilisiert ein Bündnis in Solidarität mit Palästina und gegen den Genozid durch Israel zu einer Demonstration nach Connewitz. Es rufen palästinasolidarische antifaschistische, kommunistische, anarchistische und autonome Gruppen auf. Im Aufruf werden das Conne Island, das Linxxnet und Juliane Nagel als Akteurinnen benannt, die mit der Demo in Connewitz adressiert werden. Diese Akteurinnen fallen anhaltend durch verbale Angriffe gegen palästinasolidarische Menschen und Gruppen auf. Zudem werden im Aufruf körperliche Angriffe in Leipzig Connewitz gegen palästinasolidarische Menschen thematisiert.

    Reaktionen der Linkspartei

    Die Linkspartei in Connewitz wird mit dem Aufruf direkt adressiert. Juliane Nagel ist Landtagsabgeordnete für die Linkspartei und das Linxxnet ist Büro und Parteilokal der Linkspartei in Leipzig Connewitz. Die lokale Linkspartei (Die Linke Leipzig, Die Linke Leipzig Süd, Die Linke Landkreis Leipzig, Linxxnet, Juliane Nagel) griff die Mobilisierung zur Demonstration direkt mit Falschinformationen und Verleumdungen an. Ein Dialog und gemeinsame Perspektiven wurden nie gesucht. Zu bemerken ist, dass palästinasolidarische Strukturen innerhalb der Linkspartei die Demonstration hingegen unterstützen. Die lokalen Strukturen versuchen diese Stimmen jedoch weitestgehend zu unterdrücken.

    Verbreitung von Falschinformationen

    Insbesondere in der Instagram-Story von Nagel werden grobe Falschdarstellungen von sogenannten Antideutschen übernommen. Zunächst ging es um das Narrativ des “Hausbesuches”. Von den Initiatorinnen der Demonstration wurde diese Aussage nie getätigt. Von Nagel und der Linkspartei wird es so dargestellt, als wolle die Demo Nagel einen “Hausbesuch” abstatten. So wird der Eindruck von der Androhung körperlicher Gewalt erzeugt und eindeutig mit Falschinformationen Stimmung gemacht.

    Im Verlauf der Kampagne wird die Zusammenarbeit oder mindestens die Duldung von Nazis unterstellt. Auslöser ist ein Kommentar der “Freien Sachsen”, der die Demo positiv bewertet und zum Beobachten aufruft. Die Organisatorinnen der Demo distanzieren sich natürlich klar von Nazis und den “Freien Sachsen”. Das interessiert Nagel nicht. Die Falschinformation wird so gut es geht ausgenutzt und verbreitet. Obwohl selbst Nagel natürlich klar sein muss, dass Nazis auf der Demo nichts zu lachen hätten und ohne zu zögern “verwiesen” würden. Die Verbreitung der Falschinformation ist pure Stimmungsmache.

    Sächsischer Flüchtlingsrat zieht mit

    Die Organisatorinnen der Demo stellen fest, dass Connewitz ein besonders “weißes” Viertel ist. Hier wohnen wenig Migrantinnen und migrantische Personen halten sich teilweise fern, aus Angst vor rassistischen Übergriffen – insbesondere gegen palästinasolidarische Menschen.

    Im Kontext erscheint ein Kommentar des Sächsischen Flüchtlingsrates. Der Flüchtlingsrat stellt pauschal fest: “Unserer Einschätzung nach ist diese Behauptung schlichtweg falsch”. Wie kann es sein, dass der Flüchtlingsrat so leichtfertig die Erfahrungen von Gruppen und Personen aus PoC Communities abspricht? Mit welcher Legitimation?

    Zudem kontert Handala, aus dem Umfeld der Organisatorinnen mit einer Statistik, die eindeutig belegt, dass Connewitz mit 13,5 % “Menschen mit Migrationsgeschichte” an 25.(!) Stelle im Vergleich der Stadtteile in Leipzig steht. Statistisch ist Connewitz also “weiß”. Nachweisbare rassistische Übergriffe gibt es ebenfalls. Das Statement des Flüchtlingsrates ist also ohne jegliches Fundament und reiht sich ein in eine bloße Stimmungsmache gegen die Demonstration und gegen Palästina-Solidarität. Es wurden willendlich oder unbedacht weitere Falschinformationen verbreitet. Das wundert wenig, denn der Flüchtlingsrat unterliegt ähnlichen politischen Zwängen, wie die Linkspartei. Wer die Staatsräson angreift wird zu unbequem. Wenn sich eine linke Partei nicht von den Zwängen lösen kann, wie sollte es der Flüchtlingsrat?

    Kooperation mit SPD und Grünen

    Letztlich wird zu einer Gegenkundgebung am Connewitzer Kreuz aufgerufen. Hier beteiligen sich unter anderem die Kreisverbände der SPD und der Grünen aus dem Landkreis Leipzig. Das passiert unter dem Vorwand “Antifa ist Landarbeit” und der “wichtigen Rolle” von Connewitz und dem Conne Island für die antifaschistische Szene in Sachsen.
    Wie kann es sein, dass die Linke hier offen mit der SPD kooperiert? Nur als ein Beispiel und aus aktuellem Anlass möchte ich an die Rolle der SPD bei der NICHT-Aufklärung der Ermordung von Oury Jalloh erinnern. Die SPD ist eine rassistische Partei. Eine Partei, die hier folgerichtig für eine rassistische Mobilisierung gegen palästinasolidarische Menschen genutzt wird. Am Rande ist bemerkenswert, dass sogenannte “Antideutsche” die Kooperation mit Grünen und SPD mindestens dulden. Ultradeutsch ist hier definitiv die sinnvollere Bezeichnung.

    Warum wir diese Linkspartei nicht brauchen

    Aus meiner Perspektive kristallisieren sich hier insbesondere zwei zentrale Punkte heraus, die das Versagen der parlamentarischen Linken zeigen und die eine klare Ablehnung der Linkspartei erforderlich machen:

    weiterlesen: Warum wir diese Linkspartei nicht brauchen | Anarchistische Stimmen in Leipzig


  • Kein Raum den Faschist*innen am 17.01.2026 in Leipzig-Connewitz!

    Lotta Antifascista – https://www.instagram.com/lotta_antifascista

    Liebe Genoss*innen,

    Nach der Veröffentlichung unserer Demonstration – Antifa heißt Free Palestine 17.01.2025 in Leipzig-Connewitz – waren diverse Reaktionen zu vernehmen.

    Diesbezüglich möchten wir einiges klarstellen:

    Die Demonstration ist keine Veranstaltung die sich inhaltlich per se gegen Connewitz als Stadtteil oder Menschen aus Connewitz richtet. Das ist allein insofern schon absurd, da die Demonstration im Kern von Menschen aus Connewitz organisiert wird. Die Demonstration ist Teil der politischen Auseinandersetzung zwischen sich als antiimperialistischen Linken Verstehenden und Zionisten. Die Gleichsetzung von Antiimperialismus und Palastinasolidarität mit Faschismus entbehrt jeder Grundlage und belegt die ideologische Verblendung der zionistischen Propagandisten.

    Des Weiteren reagierte Ferhat Sentürk auf die Anmeldung der Demonstration: Das politische Wirken Sentürks ist diffus. Bis vor Kurzem arbeitete Sentürk mit offen faschistischen Organisationen. Inzwischen scheint er sich davon distanziert zu haben, was allerdings wenig an seinem reaktionären Staatsverständnis geändert haben dürfte.

    Ebenfalls äußerte sich die Kleinstpartei Freie Sachsen mittels eines Beitrags auf Telegram. Dieser ist offensichtlich inhaltlich diffus, sodass eine Beschäftigung damit eigentlich nicht ansatzweise konstruktiv ist. Aufgrund der anderen Reaktionen darauf, sehen wir uns allerdings dazu gezwungen. Besonders wird herausgestellt, dass sie die Friedensinitiative begrüßen würden. Von der vermeintlich antimilitaristische Position lassen wir uns nicht täuschen. Die Freien Sachsen positionieren sich zwar vermeintlich gegen den NATO-Imperialismus, sympathisieren allerdings offen mit anderen imperialistischen Staaten. Die Friedensinitiative der Freien Sachsen ist keine Friedensinitative. Die politische Ideologie der Freien Sachsen ist teils offen faschistisch. Insbesondere die rassistische Weltanschauung und die damit verbundene Vorstellung von Staatsbürgerschaft. Dies ist mit dem Anliegen der Demonstration nicht vereinbar. Wir erwarten nicht, dass Vertreter der Freien Sachsen am 17.1. in irgendeiner Form eine Rolle spielen. Das Beziehen auf deren Beiträge ist vermutlich absolut irrelevant.

    Die zionistische Hetzkampagne war zu erwarten und belegt erneut die ideologische Verblendung ihrer Apologeten.
    Wir werden uns weder dem Fußvolk des BRD-Imperialismus, noch den Faschisten beugen!

    Für ein antifaschistische Connewitz!

    Gegen Zionismus, gegen Repression! Freies Palästina heißt Revolution!


  • Anarchist*innen und Autonome: Auf zur Demo „Antifa means free Palestine” am 17.01.2026 in Leipzig/Connewitz!

    17.01.2026 Demonstration „Antifa means free Palestine”
    13:00 Connewitzer Kreuz, Leipzig-Connewitz

    Wir rufen auf zur Beteiligung anarchistischer, autonomer und antifaschistischer Gruppen in der Demonstration, ab 13:00 Uhr Connewitzer Kreuz. Lasst uns alle gemeinsam die Mobilisierung zur Demo in Leipzig/Connewitz maximal verbreiten, mit Mobi im Internet und auch auf der Straße, mit Plakaten, Graffiti und Mob-Pictures. Seien wir kreativ! Erkundigt euch nach gemeinsamen Fahrtmöglichkeiten aus euren Städten und Regionen oder bildet selbst Fahrtgemeinschaften.

    Wir unterstützen den Aufruf der antifaschistischen Gruppe „Lotta Antifascista” aus Connewitz sowie die Aufrufe von Gruppen der Palästina-Solidarität und von feministischen Gruppen (Instagram-Link) aus Leipzig zur Demo „Antifa means free Palestine” in Connewitz.

    Im Namen der deutschen Staatsräson werden Waffenlieferungen an Israel und die Leugnung des weiterhin andauernden Genozids an der palästinensischen Bevölkerung mittels massiver Hetze und brutaler Repression gegen jeden Protest hierzulande durchgesetzt. Trotzdem geht der massenhafte und solidarische Widerstand auf den Straßen weiter. Und die brutalen Prügelorgien sowie willkürlichen Festnahmen durch die Staatsbüttel bei zahlreichen Demos und bei friedlichen Aktionen haben darüber hinaus vielen vor Augen geführt, dass oft nur militante Aktionen etwas zu bewirken scheinen. Wie zum Beispiel der kürzlich erfolgte Rückzug der deutschen Allianz-Versicherung von der Versicherung der israelischen Waffenfirma Elbit Systems.

    Auch in Leipzig gibt es, wie überall weltweit, zahlreiche Demonstrationen und Aktionen gegen den andauernden Genozid und gegen die Komplizenschaft der deutschen Eliten. Am „Marsch zum Flughafen Leipzig” am 23. August 2025 beteiligten sich 1000 Personen, um am neben Frankfurt am Main wichtigsten Flughafen Deutschlands die zuvor offengelegten Waffenlieferungen nach Israel anzuprangern. „Neben der Bundeswehr nutzen ihn auch deutsche Rüstungsfirmen und NATO-Streitkräfte.” Gegen die 15km lange und erfolgreiche Demo, die gemeinsam von Beschäftigten des Flughafens und verschiedenen Gruppen der linken Bewegung durchgeführt wurde, versuchten sog. „Antideutsche” und Rassist:innen zum Teil zu intervenieren.

    Gegen den Widerstand von unten setzen imperialistische und chauvinistische Staaten nämlich nicht nur auf ihre brachialen eigenen Repressionsmethoden, sondern auch auf Zersetzung von innen. Zum Beispiel, indem sie Nazis, Querfront und ultradeutsche Zionist*innen, die die linke Bewegung stören oder angreifen, in unseren Stadtteilen schützen oder fördern. Gerne benutzen die Herrschenden und ihre Speichellecker*innen dazu derzeit die Hassrede vom „Schutz des Abendlandes gegen die Barbaren” – also rassistische, wie unter anderem anti-muslimische oder anti-arabische, Stimmungsmache. Damit einher geht auch die kriegerische Mobilmachung für einen „wehrhaften Westen”, wie Aufrüstung und die gerade eingeführte Wehrpflicht.

    Wie bei Bundeskanzler Friedrich Merz ist bei ultradeutschen zionistischen Gruppen, die sich in der Vergangenheit immer wieder als „wahre Antifa” bezeichneten, auch schon lange die sogenannte „Brandmauer” gefallen. Sie reden offen über die Eliminierung von Palästinenser*innen „für den Schutz des Westens”. Sie propagieren den imperialistischen Krieg als kleineres Übel. Sie rechtfertigen jeden Rassismus mit angeblichen westlichen Werten. Oder sprechen sich offen für Repression durch die Bullen gegen linke Demos aus.

    In der ultradeutschen Party-Location „Conne Island” in Connewitz, die international von immer mehr Künstler*innen unter anderem wegen ihrer Unterstützung der israelischen Armee boykottiert wird, gab es diverse dubiose Veranstaltungen. Wie unter anderem die, bei der ein Referent im Rahmen der Veranstaltungsreihe „70 Jahre Israel” eingeladen war, der die Nazi-Partei AfD wegen ihrer Aktionen gegen arabische Migrant*innen mit dem Ausspruch lobte, „die AfD erscheine angesichts des »herrschenden Linkskartells« immer wieder »als einzige Stimme der Restvernunft im Deutschen Bundestag«”.

    Wir sagen: Faschist*innen, Rassist*innen, Ultradeutsche (sog. „Antideutsche”) und Querfront mit ihren Angriffen auf Migrant*innen, Queers, Feminist*innen und insbesondere auf emanzipatorische, antifaschistische und pro-palästinensische Strukturen haben in Connewitz nichts zu suchen!

    Wir solidarisieren uns explizit mit allen verfolgten Antifaschist*innen und dem andauernden antifaschistischen Widerstand, mit den von rassistischen Angriffen bedrohten Menschen & Strukturen sowie dem migrantischen Widerstand, und mit der palästinensischen und palästinasolidarischen Bewegung in Connewitz, Leipzig und weltweit!

    Lasst uns daher alle gemeinsam auf die Straße gehen, für ein antifaschistisches und antirassistisches Connewitz und für die Freiheit von Palästina!

    Nie wieder Krieg – nie wieder Faschismus! Free all Antifas – Free Palestine!

    Anarchistische und Autonome Gruppen

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  • Mobi nach Leipzig: Alle zur Demo „Antifa means free Palestine” am 17.1.2026 in Connewitz!

    Antifaschist*innen aus dem Leipziger Stadtteil CONNEWITZ* rufen mit Gruppen der Palästina-Solidarität zur gemeinsamen Demo am 17.01.2026 unter dem Motto „ANTIFA MEANS FREE PALESTINE” auf.

    „Wer sich gegen Staatsräson und Militarisierung positioniert, muss mit massiver Repression und Anfeindung umgehen. Klassenkämpferische, antimilitaristische Perspektiven sollen im Keim erstickt werden, damit der deutsche Imperialismus nicht von innen gefährdet wird. Dies zeigt sich konkret in Polizeigewalt, aber auch medialer Hetze, Gewalt und Diffamierung durch Zionisten in Presse, Parteien und politischen Vereinen.

    Die Demonstration wird unsere Antwort auf die seit zwei Jahren eskalierende Gewalt der Zionist*innen in Connewitz sein.”

    Aufruf von Lotta Antifascista: [2026/01/17] Leipzig/Connewitz: Demo „ANTIFA MEANS FREE PALESTINE”

    „Und wir rufen alle tatsächlich antifaschistischen Connewitzer zur Beteiligung auf:

    Brecht mit den Antideutschen und solidarisiert euch! Es lebe ein neues, ein wirklich antifaschistisches Connewitz, wo Antifa wie überall auf der Welt auch bedeutet: »Free Palestine!«”

    Gemeinsamer Aufruf von Gruppen der Palästina-Solidarität: [2026/01/17] LEIPZIG: Für ein antifaschistisches Connewitz!

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    *CONNEWITZ ist ein Kiez im Süden von Leipzig, in dem es noch viele autonome, anarchistische und linksradikale Hausprojekte und Bars gibt. Daneben gibt es aber auch einige Hochburgen der zionistischen sogenannten „Antideutschen”, wie weiter südlich das ex-Squat und Party-Location Conne Island (Instagram Link-zur Boykott Kampagne) – in den Straßen sieht man bisweilen viele zionistische Plakate.

    ANTIFA HEIßT FREE PALESTINE – WELTWEIT!

    Eine Stellungnahme von Anarchist*innen und Antifaschist*innen aus Berlin mit dem Titel „Antifa heißt Free Palestine”, die bereits im November 2024 veröffentlicht wurde, ist inzwischen weltweit in verschiedenen Sprachen geteilt worden.

    Hier eine Auflisting mit Links zu verschiedenen Sprachen: https://anarchists4palestine.noblogs.org/post/2025/01/18/antifa-means-free-palestine-worldwide/

    ANTIFA HEIßT FREE PALESTINE
    ANTIFA MEANS FREE PALESTINE
    ANTIFA = FREE PALESTINE
    ANTIFA ΣΗΜΑΙΝΕΙ FREE PALESTINE
    ANTIFA SIGNIFICA PALESTINA LIBRE
    ANTIFASCISMO SIGNIFICA PALESTINA LIBERA


  • Foto-Report: Krieg dem System – ACAB Demo Berlin 13.12.2025

    Quelle: BerlinVsAmazon (Instagram-Link)

    Am 13.12. trugen wir unsere Wut auf die Straßen. Gegen das gesamte System von Kontrolle, Knast, Kolonialismus, Grenzen und Genozid, das die Polizei jeden Tag verkörpert und verteidigt.

    Auch und besonders am ACAB-Day machten die Bullen dem Motto alle Ehre.
    Durch vorherige Taschenkontrollen gab es bereits bevor die Demo los ging erste Festnahmen. Ein immenses Polizeiaufgebot begleitete die Demo fast durchgängig im Spalier gefolgt vom Lärm des Bullenhubschraubers.

    Die Bullen wurden zum vorzeitigen auflösen unserer Demo sehr kreativ und prangerten das Rückwärts fahren des Lautis als Begründung für den Stopp der Demo an, später folgte dann auch noch die Durchsage, dass Mützen, Corona-Masken, Schals und Transparente verboten seien, da sie die Identität verschleiern würden und bei Nichteinhaltung mit Festnahmen zu rechnen sei. Daraufhin folgte am Anfang der Rigaer Str. eine Prügelorgie der Polizei bei der mehrere Teilnehmende kurzzeitig bewusstlos geprügelt wurden und es zu zahlreichen Festnahmen kam.

    Wir wünsche allen Verletzten gute Besserung. Eure Repressionen kriegen uns nichts klein!

    Wir werden uns die Straßen wieder zurück holen!

    Neben dem zu langen Auftakt hoffen wir dass die Demo durch zahlreiche Aktionen neben und auch aus der Demo und mit endlich mal wieder über 1000 Teilnehmenden etwas erfrischend war.

    Schickt uns gerne euer Feedback und im nächsten Jahr setzen wir hoffentlich wieder ein drauf!

    ACAB all year long!

    Foto Credits: molotov.photography, ecobjoern, jazzrocknroll, 3540_media, meliquue, kda_press

    weitere Fotos


  • Action: AXA insurance targeted by autonomous group

    Source/Quelle: @pal_action_de, 22.12.2025 (Instagram)

    –deutsch siehe unten–

    BREAKING: An autonomous group in Berlin targets a franchise store of AXA, which continues to invest in several major companies enabling the occupation, apartheid and genocide in Palestine.

    Holding the insurance company accountable for their deep complicity, even after they superficially dropped Elbit Systems last year after continuous pressure: As of February 2025 AXA still holds at least $176,738,585 in shares and bonds in companies that are arming Israel during its ongoing genocide in Gaza. These companies depend on Axa to continue operating as they do now. Their profits are only rising, while people in Gaza and all of Palestine are suffering the consequences.

    The actionists make clear, that they will not accept this – demanding Axa to divest from ALL companies enabling genocide and demanding the people to drop Axa as their insurer, and to spread the word and take action themselves!

    Statemment auf deutsch & Video


  • [2026/01/03] Monthly mass demo for Palestine in Berlin – Monatliche Massendemo für Palästina in Berlin

    ⚲ 14:00 | Oranienplatz, Kreuzberg

    Take the streets. Join the resistance against the Zionist entity and German complicity!

    EVERY 1ST SATURDAY OF THE MONTH

    We call for everyone to join protests and demand that justice is served, that Palestine is liberated from colonial opression and occupation, and that those responsible for the death and destruction are hold accountable. Free Palestine is not a slogan. It is a call to dismantle colonialism and Zionism. It is a demand for the right of return. It is a promise that we will not rest until Palestine is free — from the river to the sea.
    ___
    Geht auf die Straße. Schließt euch dem Widerstand gegen die zionistische Entität und die deutsche Komplizenschaft an!

    JEDEN 1. SAMSTAG IM MONAT

    Wir rufen alle dazu auf, sich dem rechtmäßigen Kampf für die palästinensische Befreiung anzuschließen. Wir rufen alle dazu auf, sich den Protesten anzuschließen und zu fordern, dass Gerechtigkeit walten wird, dass Palästina von kolonialer Unterdrückung und Besatzung befreit wird und dass diejenigen, die für Tod und Zerstörung verantwortlich sind, zur Rechenschaft gezogen werden. „Free Palestine” ist kein Slogan. Es ist ein Aufruf zur Abschaffung des Kolonialismus und Zionismus. Es ist eine Forderung nach dem Recht auf Rückkehr. Und es ist ein Versprechen, dass wir nicht ruhen werden, bis Palästina frei ist – vom Fluss bis zum Meer.


  • Analye&Kritik: Zum Stand der juristischen Verfolgung des Slogans „From the river to the sea” – Interview mit Anwält*innen

    Analyse & Kritik, 16.12.2025 – »Man wollte diese Meinung unterbinden«

    Die Strafverteidiger*innen Jessica Grimm und Benjamin Düsberg klären über den Stand der juristischen Verfolgung des Ausspruchs »from the river to the sea« auf

    Interview: Katharina Schoenes

    Quelle: https://kontrapolis.info/17147

    Seit Oktober 2023 gehen die deutschen Strafverfolgungsbehörden mit großer Härte gegen die palästinasolidarische Bewegung vor. Dies beinhaltet auch die Kriminalisierung von Meinungsäußerungen wie des Ausspruchs »from the river to the sea«. Die Berliner Strafverteidiger*innen Jessica Grimm und Benjamin Düsberg sprechen im Interview darüber, wie die Berliner Justiz mit diesen Verfahren umgeht und warum es wichtig ist, einen Prozess, der aktuell vor dem Berliner Landgericht geführt wird, zu beobachten.

    Ihr vertretet momentan einen Mandanten, der unter anderem deshalb vor Gericht steht, weil er auf einer Demonstration die Wortfolge »from the river to the sea« gerufen haben soll. Warum ist es wichtig, diesen Prozess zu beobachten?

    Benjamin Düsberg: Um die Bedeutung dieses Prozesses zu verstehen, müssen wir zunächst einen Schritt zurückgehen und uns die Entwicklung der letzten zwei Jahre anschauen. In Berlin wurde die Verwendung von »from the river to the sea« vor dem 7. Oktober 2023 nicht verfolgt. Zu einer inflationären Einleitung von Strafverfahren kam es erst, nachdem das Bundesinnenministerium (BMI) am 2. November 2023 eine Verbotsverfügung gegen die Hamas erlassen hatte. In der Verfügung wird behauptet, »from the river to the sea« sei ein Kennzeichen der Hamas. Allerdings hat die Verbotsverfügung für die Frage der Kennzeicheneigenschaft gar keine Bindungswirkung. Das ist nur die Meinung des BMI, die im Übrigen auch nicht näher begründet wird. Trotzdem ist die Berliner Staatsanwaltschaft von einer Strafbarkeit ausgegangen und hat massenhaft Strafverfahren eingeleitet. Deren Zahl bewegt sich mittlerweile im vierstelligen Bereich.

    Jessica Grimm: Aus unserer Sicht ist klar, warum der Ausspruch ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt kriminalisiert wurde. Nach dem 7. Oktober gingen Menschen auf die Straße und riefen auf Demonstrationen »from the river to the sea, Palestine will be free«. Die Bundesregierung wollte diese Worte nicht hören. Der Hintergrund ist, dass der Gedanke an das Gebiet des historischen Palästinas als Einheit der Staatsräson zuwiderläuft. Man hat also einen Weg gesucht, diese Meinung zu unterbinden. Da die Hamas für den Überfall auf Israel verantwortlich war, hat es sich angeboten zu sagen, die Wortfolge sei ein Kennzeichen dieser Organisation. Das führte dazu, dass die Polizei massenhaft auf Demos einschritt. Es ging darum, diese Worte von den Straßen zu verbannen.

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  • Berlin: Urteil für »From the River to the Sea …« – Slogan landet nun vor Bundesgerichtshof

    Quelle: Neues Deutschland, 17.12.2025 (Autor*in: Jule Meier)

    Berlin: Urteil für »From the River to the Sea …«

    Angeklagter vom Landgericht Berlin verurteilt – Slogan landet nun vor Bundesgerichtshof

    Zum ersten Mal wird der Slogan »From the River to the Sea, Palestine will be free« vor dem Bundesgerichtshof landen. Denn am Mittwoch fiel am Landgericht Berlin ein Urteil in erster Instanz, gegen das die Verteidigung Revision einlegen will. Der Angeklagte R. wurde schuldig gesprochen, mit Verwenden des Slogans eine Straftat begangen sowie durch das Teilen von Bildern der Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, die der palästinensischen Partei Fatah nahestehen, Inhalte einer terroristischen Organisation verbreitet zu haben.

    Bisher hatte es nur vereinzelt Verurteilungen wegen Verwendens des Slogans und überwiegend Freisprüche gegeben. Einmal war 2024 ein Urteil vor dem Landgericht gefallen – bei derselben Richterin und demselben Staatsanwalt wie im Verfahren von R. Kern der Auseinandersetzung ist stets, ob die Losung ein Kennzeichen der Hamas ist oder nicht.

    Die Wortfolge mit oder auch ohne den zweiten Teilsatz ist laut Gericht ein Kennzeichen der Hamas und deren Verwendung rufe somit zur Vertreibung, Tötung und Ausbeutung von Jüd*innen in Israel auf. R. wird zu 180 Tagessätzen à 15 Euro verurteilt.

    Das Bundesinnenministerium hatte die Hamas im November 2023 zu einer verbotenen Vereinigung und den Slogan ohne zweiten Teilsatz zum Symbol dieser erklärt. Ein vom Amtsgericht beauftragtes Gutachten des Berliner Landeskriminalamtes kam im Mai 2025 allerdings zu dem Schluss, dass es keine eindeutigen Belege für die regelmäßige Verwendung des Slogans durch die Hamas gibt. Stattdessen werde die Wortfolge von diversen Stimmen verwendet, sowohl historisch als auch aktuell. Auch internationale Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch verweisen darauf. Deutschland ist das einzige Land, das den Slogan strafrechtlich verfolgt.

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  • Potsdam: Filmvorführung zu Gaza-Völkermord trotz „Staatsräson” – politische Zensur abgewehrt!


    von: Internationale Antifa Potsdam – Potsdam4Palestine

    Seit zwei Jahren führt der israelische Staat einen Vernichtungskrieg gegen die palästinensische Bevölkerung im Gaza-Streifen – ein Völkermord vor den Augen der Welt. Mindestens 70000, Schätzungen zufolge über Hunderttausend und mehr Menschen wurden durch Israels Armee ermordet, Millionen vertrieben und dem Hunger ausgesetzt, Häuser und Infrastruktur weitgehend zerstört.1 2 Während all dessen hält die deutsche Regierung gemäß ihrer „Staatsräson” zu Israel und Deutschland ist der zweitgrößte Waffenlieferant.

    Mehr als Hunderttausend in Deutschland und Millionen weltweit protestieren seit zwei Jahren gegen diese Grausamkeiten – so auch wir. Seit mehreren Wochen hatten wir deshalb für den 29. November eine öffentliche Vorführung des BBC-Dokumentarfilms „Kill Zone – Inside Gaza” im Thalia-Kino in Potsdam vorbereitet (der auch zeigt, dass beim Angriff des 7. Oktober neben 400 israelischen Soldat*innen/Polizist*innen auch etwa 800 Zivilist*innen getötet wurden).

    Für eine anschließende Diskussion konnten wir Dr. Tankred Stöbe,3 Mitglied und ehemaliger Präsident der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen”, gewinnen. Für die Veranstaltung haben wir im Thalia-Kino einen Saal angemietet – diesen hätten wir vollständig selbst finanziert. Der Inhalt des Films, die Veranstaltung, und unsere bisherigen Aktivitäten sind vollständig transparent über unsere Website www.potsdam4palestine.de einsehbar. In den vergangenen Wochen haben wir im Netz, auf Social Media und im persönlichen Kontakt mit Potsdamer*innen für unsere Veranstaltung geworben und sind auf breites positives Echo gestoßen.

    Einer kleinen Gruppe von Menschen war unsere Filmvorführung allerdings ein Dorn im Auge. Es gab schon mehrere Wochen vor dem Termin vereinzelte E-Mails und Anrufe beim Kino, in denen „Bedenken” geäußert wurden. Auch die Geschäftsführung des Thalia selbst hatte zu diesem Zeitpunkt bereits entschieden, die Veranstaltung aufgrund der „Brisanz des Themas” nicht selbst zu bewerben.

    Zwar ist uns auch aus linken Kreisen die Argumentation der herrschenden „Staatsräson” geläufig, wonach Kritik am Staat Israel per se unter dem Verdacht steht, „antisemitisch” zu sein. Doch bis kurz vor der Veranstaltung blieben die Bedenken für uns völlig intransparent, die Kritiker*innen anonym. Auch wurde zu keinem Zeitpunkt solche Kritik direkt an uns herangetragen.

    Zwei Tage vor der geplanten Filmvorführung trat dann ein rabiater staatlicher Vertreter dieser Haltung in Aktion: Der „Beauftragte zur Bekämpfung des Antisemitismus im Land Brandenburg” Andreas Büttner (Die Linke) wandte sich – nicht an uns als Veranstalter, sondern direkt an das Thalia-Kino. In einer E-Mail, die in Kopie direkt auch an die „Jüdische Allgemeine” ging, und in mehreren Anrufen breiteten er und sein Büro gegenüber der Geschäftsführung ihre Wahrnehmung aus, dass unsere Veranstaltung antisemitisch wirke und die Sicherheit von jüdischen Menschen gefährde. Unter Hinweis auf einen vermeintlich drohenden Polizeieinsatz drängten sie auf die Absage der Veranstaltung.

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  • Mobi-Bannerdrop in Kreuzberg am Intifada-Jahrestag für ACAB-Demo

    Quelle: https://kontrapolis.info/17107

    Aktivist*innen haben einen Bannerdrop in Kreuzberg gemacht. In einem Statement machen sie auf den Jahrestag der ersten Intifada in Palästina aufmerksam und rufen zur Beteiligung in der Demo „ACAB = Krieg dem System” am 13.12. auf.

    Auf den Bannern die von einem mehrstöckigen Gebäude in Kreuzberg heruntergelassen wurden stehen die Slogans „1312 – From the river to the sea” und „Intifada bis zum Sieg”.

    STATEMENT ZUR AKTION:

    8. Dezember 1987.
    Vor 38 Jahren war der Beginn der ersten Intifada in Palästina.

    Nach Jahrzehnten der Besatzung und brutaler Militärherrschaft erhoben sich die Palästinenser:innen in einem Volksaufstand, der in Gaza begann und sich über die gesamte Westbank ausbreitete.
    Die erste Intifada war eine kollektive Weigerung, ohne Freiheit zu leben.
    Palästinenser:innen organisierten ihren eigenen Widerstand und erklärten, dass man ihnen ihr Land und ihre Würde nicht nehmen würde.
    @resistancearchive

    From the river to the sea – Intifada bis zum Sieg!

    Demonstration
    🗓️13.12.25
    ⏰18 Uhr
    📍Helsingforser Platz, Berlin
    S+U Warschauer Straße

    Am 13.12 tragen wir unsere Wut auf die Straßen. Gegen das gesamte System von Kontrolle, Knast, Kolonialismus, Grenzen und Genozid, das die Polizei jeden Tag verkörpert und verteidigt.

    ACAB BEDEUTET
    ALL COLONIZERS ARE TARGETS
    LAND BACK
    GLORY TO THE RESISTANCE

    Anonym zugesendet.


  • Berlin-Friedrichshain 13.12.2025 – Demo am internationalen Tag gegen Polizeigewalt

    — english below —

    Quelle/Source: https://kontrapolis.info/17048

    Unter dem Motto „ACAB – Krieg dem System” rufen auch in diesem Jahr zum 13.12. verschiedene anarchistische, autonome, antifaschistische, migrantische Gruppen sowie Zusammenhänge aus der Palästina-Solidarität zur Demonstration am „Internationalen Tag gegen Polizeigewalt” auf .

    Seit einigen Jahren gibt es in vielen Ländern und Städten Aktionen und Demos, die das Zahlenkürzel 1312 (ACAB) zum Anlass nehmen, die brutale und bisweilen auch tödliche Gewalt der Handlanger der imperialistischen und kolonialen Eliten anzuprangern und diesen mit Widerstand zu begegnen.

    Auch in diesem Jahr ist die Demo wieder quer durch den Süd- und Nordkiez von Friedrichshain angemeldet. Enden soll die Demo am U+S-Bhf Warschauer Straße. Dort ist der Amazon-Tower, gegen den es schon seit Jahren Widerstand aus dem Kiez gibt: gegen Gentrifizierung und Genozid-Komplizenschaft.

    Im letzten Jahr gab es in den Friedrichshainer Kiezen eine sehr lebendige Beteiligung von Hausprojekten und Anwohner*innen mit Bannerdrops, Schildern, Musikboxen und Pyrotechnik auf Balkonen und Dächern.

    Vorfeld-Veranstaltungen zur 1312 Demo

    Am 3.12. organisierte die Migrantifa in in Neukölln eine Veranstaltung mit dem „Demo 1×1″ zur Vorbereitung auf die 1312 Demo, und im Stadtteilladen Zielona Góra am Boxhagener Platz wird gab es am 5.12. ein Palästina-Soli- und 1312 Demo Mobi-Event geben.

    Außerdem mobilisiert das „Anarchist Barrio”, welches sich Ende August 2025 im Rheinmetall entwaffnen Camp in Köln beteiligte, zu drei Tagen nach Berlin zu den „Anarchist Barrio Tagen“, mit Diskussionen und Analysen zum Thema Militarisierung. Die Demo am 13.12. soll dabei auch ein Programmpunkt bei den Anarchist Barrio Tagen sein.

    Und am Abend vor der Demo, am 12.12., gibt es in Friedrichshain eine Gaza-Benefizveranstaltung mit Punk-Konzert und anschließendem DJ-Abend im Rahmen der weltweiten Solidaritäts-Konzerte der Initiative Punks Against Apartheid.

    RECAP 1312 DEMO 2024 – Bericht, Redebeiträge und Fotos

    Ein Bericht und Redebeiträge, sowie Fotos von der 13.12. Demonstration im letzten Jahr wurden in einem Zine von Anarchists4Palestine in Zusammenarbeit mit Scrappy Capy Distro veröffentlicht.

    FOTOS (von Montecruz Foto)

     

    +++++ ENGLISH +++++

    Berlin-Friedrichshain 13 December 2025 – Demonstration on International Day Against Police Violence

    by: anonymous

    Under the slogan ‘ACAB – War on the System‘, various anarchist, autonomous, anti-fascist and migrant groups, as well as Palestine solidarity networks, are once again calling for a demonstration on 13 December, the International Day Against Police Violence.

    For several years now, actions and demonstrations have been taking place in many countries and cities, using the code number 1312 (ACAB) as an opportunity to denounce or resist the brutal and sometimes deadly violence of the henchmen of the imperialist and colonial elites.

    This year, the demonstration is once again registered to take place across the southern and northern districts of Friedrichshain. The demonstration is scheduled to end at the Warschauer Straße underground and S-Bahn station. This is where the Amazon Tower is located, which has been the subject of resistance from the neighbourhood for years: against gentrification and complicity in genocide.

    Last year, there was very lively participation from housing projects and residents in the Friedrichshain neighbourhoods, with banner drops, signs, music boxes and pyrotechnics on balconies and roofs.

    Run-up events before the 1312 demonstration

    On 3 December, Migrantifa held a ‘Demo 1×1’ workshop in Neukölln to prepare for the 1312 demonstration, and on 5 December there will be there was a Palestine solidarity and 1312 demonstration mobi event at the community hub Zielona Góra on Boxhagener Platz.

    In addition, the ‘Anarchist Barrio’, which participated in the Rheinmetall disarmament camp in Cologne at the end of August 2025, is mobilising for three days in Berlin for the ‘Anarchist Barrio Days‘, with discussions and analyses on the topic of militarisation. The demonstration on 13 December is also listed as part of the programme for the Anarchist Barrio Days.

    And on the evening before the demonstration, on December 12th, there will be a Gaza benefit event in Friedrichshain with live gigs by punk bands followed by a DJ evening as part of the worldwide solidarity concerts organised by the Punks Against Apartheid initiative.

    RECAP 1312 DEMO 2024 – Report, speeches, and photos

    A report and speeches, as well as photos from last year’s 13th of December demonstration, were published in a zine by Anarchists4Palestine in collaboration with Scrappy Capy Distro.

    PHOTOS (by Montecruz Foto)


  • [2025/12/06] AUFRUF: Monatliche Massen-Demo für Palästina – jeden 1.Samstag im Monat

    ⚲ Samstag 06.Dez 14:00 | Rathaus Neukölln

    [ENGLISH BELOW]

    78 Jahre seit der Teilung – 78 Jahre ethnische Säuberung, Besatzung, koloniale Gewalt, Völkermord und unerschütterlicher Widerstand

    Wir rufen alle dazu auf, sich dem rechtmäßigen Kampf für die palästinensische Befreiung anzuschließen. Wir rufen alle dazu auf, sich den Protesten anzuschließen und zu fordern, dass Gerechtigkeit walten wird, dass Palästina von kolonialer Unterdrückung und Besatzung befreit wird und dass diejenigen, die für Tod und Zerstörung verantwortlich sind, zur Rechenschaft gezogen werden. „Free Palestine” ist kein Slogan. Es ist ein Aufruf zur Abschaffung des Kolonialismus und Zionismus. Es ist eine Forderung nach dem Recht auf Rückkehr. Und es ist ein Versprechen, dass wir nicht ruhen werden, bis Palästina frei ist – vom Fluss bis zum Meer.

    —english—

    [2025/12/06] CALL-OUT: Monthly Mass Demonstration for Palestine – every 1st Saturday of the month

    ⚲ Saturday 6th Dec 14:00 | Rathaus Neukölln

    78 Years Since Partition — 78 Years of Ethnic Cleansing, Occupation, Colonial Violence, Genocide, and Unwavering Resistance

    We call for everyone to join protests and demand that justice is served, that Palestine is liberated from colonial opression and occupation, and that those responsible for the death and destruction are hold accountable. Free Palestine is not a slogan. It is a call to dismantle colonialism and Zionism. It is a demand for the right of return. It is a promise that we will not rest until Palestine is free — from the river to the sea.

    Gesamter Aufruf/ Full Call


  • Berlin: Street Art for Palestine – Make warcrimes warcrimes again!

    Source: anonymous

    Some street art spotted in Berlin districts of Tempelhof, Neukölln, Kreuzberg.

    These artistic interventions in public space are also a call for more action. These photographs remind us of the need to document to these interventions and disruptions, these palimpsests and un-erasures, to see one another in our various creative interventions, to continuously encourage others to claim public spaces, rooftops, landmarks, and more, to take risks, and to be persistent in calling out complicity, ignorance and wilful support for the violence of the state.

    It reminds that we are many, and keeps motivating more people to get creative and reclaim public space.

    _____

    If you want to contribute to the visual documentation of street art resistance for Palestine, also to bolster growing activity on the ground, please send us your pictures (and also texts) of Free Palestine art in the streets.
    For anonymous contact use our mail with PGP encryption.

    Mail address & PGP key: https://anarchists4palestine.noblogs.org/contact/

    Previous photo reports on street art against the genocide: https://anarchists4palestine.noblogs.org/post/tag/street-art/

    Weitere Fotos


  • Direkte Aktion: Gegen die Kriegskonferenz in Berlin

    Quelle: Indymedia > No BSC, 18.11.2025

    Am Abend des 17. November 2025 haben antimilitaristische Aktivist*innen das Hotel Vienna House Andel’s in Berlin am Bahnhof Landsberger Allee aufgesucht und dort gegen die am 18. und 19. November in dem Hotel stattfindende sogenannte »Berlin Security Conference« protestiert. Mit blutroter Farbe am Eingang wurde aufgezeigt, dass die Konferenz für Krieg, Tod und Zerstörung verantwortlich ist.

    Rüstungskonzerne wie Diehl Defence, Elbit Systems und Lockheed Martin gehören zu den Sponsoren. Vertreter*innen der Bundeswehr und von anderen Nato-Staaten und Politiker*innen wie zum Beispiel der deutsche Verteidigungsminister Pistorius nutzen die Konferenz, um die Militarisierung voranzutreiben. Sie wollen noch mehr Aufrüstung und schüren weltweite Kriege.

    Mit einer Wandzeitung, die rund um das Hotel angebracht wurde, informierten die Aktivist*innen über die Hintergründe der Konferenz, die Ursachen von Kriegen und Perspektiven für eine friedliche und solidarische Welt. Außerdem wurden hunderte kleiner Flyer verstreut mit Slogans wie »Geld für den Kiez, statt Waffen für den Krieg«, »Keine Kriegskonferenz in unserer Stadt« und »Gegen den Krieg der Reichen!«.

    Text der Wandzeitung und Fotos


  • Direct Action: ALLIANZ insurance company in Berlin smashed

    ALLIANZ HIT IN BERLIN TOO!!

    Inspired by the recent direct action against Allianz across major cities around the world, actionists in Berlin marked another office with the shame that comes with their genocidal policies.

    Allianz continues to insure Elbit Systems, the largest Israeli arms manufacturer after 2 years of genocide. Furthermore, they insure Chevron. This fossil fuel giant contributes significantly to the destruction of our planet and puts millions in danger.

    Allianz is deeply complicit in genocide and climate destruction. Direct action like this has forced Barclays to divest billions of investment from Elbit in the past and so we believe that continuing to sabotage their buildings like this brings us closer to the realignment of insurance that our planet is calling out for.

    Video and text from Shut The System (Link: Instagram post, 11.11.2025)

    Background infos about Allianz and it’s profit making from the genocide of Palestinians and the destruction of the Earth: https://keineallianzmitvoelkermord.org/en


  • Trial-Support: From the river to the sea (ftrtts) at higher court – multiple court days!

    ⚲ Amtsgericht Tiergarten, Turmstr.91, Berlin-Moabit

    Dates & Times:
    14.11.2025 (Fri) 09:00
    17.11.2025 (Mon) 13:30
    24.11.2025 (Mon) 10:00
    27.11.2025 (Thu) 09:00

    The court is changing constantly the room to hinder trial solidarity and observation.

    To find out court room number check Palestine At The Forefront (@pal_forefront) and Palestine On Trial (@palestine.on.trial) Instagram channels or ask comrades/visitors who are at/in the building.

    You can also check the trial notices hanging near the “information desk” in the main entrance of the court building (displaying dates, times and names) and/or try to ask at the “information desk”.

    Experienced team of lawyers on the case

    A team of lawyers with years of experience in the Palestine solidarity context are taking this case head-on.

    JOIN US IN THE COURT AND LET’S OUT AN END TO THIS CIRCUS!

    FRTTS trial escalation at highter court

    After multiple failed attempts to criminalize the popular slogan “From the River to the Sea, Palestine will be Free”, the Berlin justice system is going all out!

    Normally, using the slogan is prosecuted under the “use of unconstitutional symbols” and would be handled by a local court. This time, the state is accusing the person of „distribution of propaganda material of unconstitutional and terrorist organisations”. This accusation means that the case is handled at the state’s higher court. In other words, by linking the slogan to a charge of terrorist propaganda, the state was able to escalate these proceedings and overstep the local courts!

    What does that mean?

    Unlike in normal court cases where an appeal means the re-examination of the case, the appeal in this case will lead immediately to the highest court in the country – the federal court. The state is using the opportunity to go after the popular slogan, so any negative decision can and will be used for all other cases of criminalising “From the River to the Sea, Palestine will be Free”.

    The proceedings are already filled with irregularities:

    Although the accused person had a lawyer already, the state prosecutor tried to use the lawyers time of absence to assign them a different lawyer chosen by the state.

    The case is being handled by a judge with an aggressive attitude towards the Palestine solidarity movement.

    Multiple court hearings with so called “experts”

    After setting 10 court hearings for this case, the court is bringing new “Islam experts” to testify on the slogan, since the previous experts stated clearly that it can not be seen as “Hamas propaganda”. In other words, they are actively looking for “experts” without integrity who would support the state in its crackdown against the Palestine solidarity movement.

    Beyond the technicalities of how they’re attempting to ban it, the slogan is a political statement expressing the aspiration of a liberated Palestine. A Palestine without the colony. A Palestine without Zionism. A Palestine without apartheid and genocide. And that’s exactly what they’re trying to criminalize. The mere thought of a brighter future. And they will never succeed.

    From the river to the sea
    Palestine will be free


  • {–REQUEST ENDED!!!–} W A N T E D : PUNK/HARDCORE BANDS FOR SOLIDARITY FUNDRAISING IN BERLIN ON 12.12.2025

    Forwarded message: Thanks comrades who answered, thanks for solidarity! The request is over — far more than could play answered!

    All bands will get an direct answer.

    All who can’t play this time: We have the idea to hopefully organise a bigger Punks Against Apartheid concert next year for which we would invite again all who wrote back.

    We are looking for Punk/Hardcore bands playing for solidarity fundraising gig for Palestinian families & organizations!

    On 12TH DECEMBER 2025 in Zielona Góra, Berlin-Friedrichshain.

    The concert is part of the Worldwide Winter Festival of Resistance Music.

    Anarchists for Palestine – Punks Against Apartheid


  • [2025/11/08] For an Anarchic Internationalism – Anarchist Convergence And Bookfair Berlin (07.–09.11.2025)

    ⚲ 07.–09.11.2025 | Mehringhof (Gneisenaustr. 2A, 10961 Berlin)

    PROGRAM: https://acabb.noblogs.org/program/

    with Info- and merch table by Anarchists For Palestine: Zines, Shirts, Stickers, Bags, Buttons.

    EVENT-RECOMMENDATION:

    For an Anarchic Internationalism

    Saturday 8th of November, 14:00 Mehringhof

    Anarchists — particularly in the West— have often struggled to engage with national liberation and anti-colonial movements. Too often, anarchism’s history has been presented as a story of European cis men, individual freedom, and universalism that seeks to be detached from the anti-colonial struggles. This erasure not only distorts the history of anarchism, it also weakens our ability to act in solidarity today.

    We invite comrades to join us in this conversation — not as an endpoint, but as a step toward re-examining and rebuilding our anarchic internationalist and anti-colonial practices now and here.

    • How can we as anarchists in Berlin support anti-colonial struggles without subsuming them under Western frameworks?
    • How can we practice anarchic solidarity that respects difference without falling into identity politics, cultural relativism, and exoticism?
    • How can we overcome knowledge extractivism and instead treat each other as equals, and engage in honest exchange?
    • Can we recognize internationalist practices as joint work across territories, rather than as misunderstanding them as solely “offerings” from the West?

    It even manifests in the form of difficulties in Berlin when we fail to understand that we don’t all come from the same background. Because, at the end of the day, there are many anarchic (her)stories that converge – also in the preparation of this one single event. For some, the relation to anarchism as a set of ideas has been at the center of their definition. For others, a critical engagement with the history of anarchism is crucial.

    Experiences from outside europe bring in the importance of local anarchic practices based on anti-colonial ideas as a path to liberation from the oppression of ideologies locked into supremacist concepts.

    Despite the differences, being in the same city, many find each other facing the same problems.

    The detachment of anarchism in Berlin from anti-colonial ideas not only created knowledge gaps by cutting connections, it also isolated fights in the Global South. Moreover, it has declined in “bi-national” soli work, where the people are in solidarity with specific fights. Zapatistas in the 90s, the Kurdish struggle in the 2000s, and recently Palestine. This not only recalls the capitalist consumerist way of following trends, but also allows for the foundations of colonialism to remain intact: white people are deciding what is important, and so far their solidarity is shown a fight can gain power.

    With these examples in mind, but mostly with our own anarchic practice as a discussion point, we aim to build up a terrain for honest discussion and self-criticism. We do not want to uncritically celebrate nor exoticize struggles in the Global South, but to understand the tensions, contradictions, and uneven power relations that have often shaped solidarity in a city like Berlin.

    Over the years, we have encountered these forms of internationalism — in demonstrations, refugee camps, solidarity networks, and liberated spaces. Each encounter brought lessons, contradictions, and moments of tension. Sometimes, our forms of activism were met with scepticism; sometimes, we realized that our frameworks and words were not enough. But these moments of friction are precisely where learning and transformation begin.

    This event seeks to reopen and reimagine our anarchic practices through the lenses of anti-colonial and national liberation struggles that makes us take our own stance and forged opinion.

    What does it mean for anarchists in Berlin to support liberation movements elsewhere? How do we avoid reproducing paternalism, tokenism, or the tendency to imagine ourselves “speaking for” others, while still acting in solidarity? Are we as anarchists in the West able to have an anti-colonial position that can break through the capitalist impositions?


  • ANARCHIST CALL FOR THE PROTEST “FROM GAZA TO ULM – FREEDOM FOR ALL POLITICAL PRISONERS” ON OCT. 26TH, 2025, BERLIN

    We call for antifascist, anarchist, and autonomous participation in the protest From Gaza to Ulm: Freedom for All Political Prisoners at 14:00 U Turmstraße on Sunday, October 26th, in Berlin.

    Whether from the inside or outside of the state’s repression camps, prisoners must be at the center of our local and global solidarity. The fight for total liberation from the imperial core to the sites of anti-colonial struggle for land and autonomy is incomplete without a clear demand for the complete abolition of every prison and every torture camp.

    Maja in Budapest, Hanna in Nürnberg, the Ulm 5: All of those cases show us that the state will continue its fascist crackdown on internationalist and antifascist solidarity. We need to articulate a strong autonomous voice and be present on Sunday to show the state that our solidarity is practical, inspired by those who have come before us, and internationalist to its very core.

    Freedom for all Palestinian prisoners! Freedom for all prisoners!

    As anarchists for Palestine, we will be present at the protest, and hope to see a strong anarchist and autonomous participation.

    Original call for the protest “From Ulm to Gaza – Freedom for all political prisoners” (deutsch/english)


  • Statement on Police violence and mass arrests at the demonstration ‘Until total Liberation’, Berlin 07.10.2025

    Erklärung zu Massenfestnahmen und Polizeigewalt anlässlich der Demonstration „Until Total Liberation” in Berlin 7.Oktober 2025


  • Bericht 07.10.2025 Berlin: Kundgebung gegen Genozid auf dem Alexanderplatz trotz Total-Verbot

    Trotz des Totalverbots am 7. Oktober von jeglichen Pro-Palästina-Protest und im speziellen das Verbot der Kundgebung auf dem Alexanderplatz versammelten sich Hunderte Menschen auf Alexanderplatz.

    Wieder einmal scheiterte der Versuch des Berliner Senats das Narrativ an diesem Tag auch nur annähernd zu bestimmen: zu ihrer Pro-Israel und Pro-Netanjahu-Show am Brandenburger Tor kamen lediglich wenige eingefleischte Zionist*innen.

    Der Berliner Bürgermeister hatte bereits zuvor zu gewalttätigen Übergriffen der Bullen auf die Protestierenden ermuntert.

    Der stundenlange kollektive zivile Ungehorsam auf dem Alexanderplatz mit vielen Protestierenden, die zu Beginn immer wieder den Bullenabsperrungen und Einkesselungsversuchen ausweichen konnten, bestimmten nun das Mediengeschehen, welches in internationalen Medien durchaus Erwähnung fand. Die von den Bullen schon länger “embedded” behüteten lokalen zionistischen und rechtsradikalen angeblichen „Bericht-Erstatter*innen” nutzten ihnen da wenig.

    Für eine gewisse Zeit konnte sich am Neptunbrunnen Nähe Rotes Rathaus sogar eine größere Palästina-Kundgebung formieren, Transpis zeigen und Parolen rufen.

    „Dennoch fanden sich zum vereinbarten Beginn der Protestaktion um 18 Uhr einige hundert Demonstranten ein, die ihre Kundgebung statt dessen am nahen Neptunbrunnen abhalten wollten. Dort wurden die Sprechgesänge der Demonstranten in Solidarität mit Palästina von den Einsatzkräften zweifach mit Lautsprecheransagen unterbrochen, dass keine Versammlung an diesem Ort gestattet sei und jeder, der der Anordnung, den Platz zu verlassen, zuwiderhandle, sich strafbar mache und möglichen polizeilichen Maßnahmen aussetze. Als Teilnehmer der Kundgebung die Anweisung ignorierten, wurden sie eingekesselt. In dem Kessel befanden sich circa hundert Demonstranten. Allerdings strömten im Verlauf des Abends weitere Teilnehmer zu, so dass sich die Einsatzkräfte gegen 19 Uhr selbst umzingelt sahen.” (junge Welt, 07.10.2025)

    Von Beobachter*innen wurde das Konzept des Bullenapparats als „kopflos” bezeichnet. Sie hatten einige Teile des Platzes mit Absperrgittern, Vorkontrollen, Wasserwerfern usw. abgeriegelt, aber waren tatsächlich viel zu wenige um das ganze Areal des Alexanderplatzes zu „beherrschen”. „Zwischenzeitlich hat ein Polizeifahrzeug gebrannt, wurde aber schnell gelöscht.” (Siehe Bericht von „Klasse gegen Klasse”)

    Und als sie es endlich schafften Hunderte Menschen einzukesseln, war der Widerstandswillen und der Zusammenhalt der Protestierenden inner- und außerhalb des Kessels ungebrochen. Nachdem vier Stunden lang einzeln immer wieder Menschen aus dem Kessel zur Personalienfeststellung rausgezogen wurden – laut „Tagesspiegel” (umgangssprachlich auch „Tagesspitzel” genannt) habe es 200 Personalienfeststellungen gegeben – löste sich der Bullenkessel gegen 23:30 Uhr auf.

    Das von Bullensprecher*innen verbreitete Narrativ, dass sie den Kessel selbst zeitig aufgelöst hätten, wegen „Unverhältnismäßigkeit”, gilt aber als umstritten. Einem Teil der Protestierenden zufolge zeigten sich wohl nach vielen Stunden des Kessels auch Schwachpunkte bei den Bullenreihen. Auf einem via Social Media verbreiteten Video sind zum Beispiel hunderte Protestierenden zu sehen, die jubelnd vom Platz der Einkesselung wegrennen, und Bullengruppen die es nicht mehr schaffen die Menschen zu verfolgen und ihre Verfolgungsjagd abbrechen müssen.

    Auch dieser Protesttag zeigte wieder: wenn die Herrschenden Protest verbieten mit brutaler Repression überziehen, dann ist halt massenhafter Ziviler Ungehorsam und gemeinsamer Widerstand angesagt.

    ________
    Quellen unter anderem:
    junge Welt: https://www.jungewelt.de/artikel/510287.nahostkonflikt-gaza-demo-trotz-verbots.html
    Klasse Gegen Klasse: https://www.klassegegenklasse.org/4-stunden-im-kessel-ganz-berlin-hasst-die-polizei/


  • Video-Report: Sponti in Berlin-Kreuzberg/Neukölln gegen Genozid in Gaza

    Am 04.10.2025 gab es spontanten Protest gegen den Genozid in Gaza in den Straßen von Berlin-Kreuzberg/Neukölln. Auf einem Video, veröffentlicht auf „unpublished.de” auf Instagram ist eine Sponti zu sehen, bei der Parolen gerufen werden. Außerdem Pyrotechnik-Aktivitäten und Gegenstände auf der Straße.

    Die Bullen behaupteten in ihrer Stellungnahme auf X hierzu, „Personengruppen” wären gesehen worden, wie sie „Mülleimer sowie E-Scooter auf die Fahrbahn verbrachten”. Außerdem seien 14 Tatverdächtige festgenommen worden, so die gewaltorientierten Staatsbüttel.


  • Bericht 02.10.2025 Berlin: Ziviler Ungehorsam auf dem Alexanderplatz in Solidarität mit Freedom Flotilla

    Nachdem es tagsüber bereits Aktionen des zivilen Ungehorsams mit roter Farbe auf das Auswärtige Amt gab, fanden abends in Berlin mehrere Kundgebungen in Solidarität mit der Gaza Freedom Flotilla (Global Sumud Flotilla) statt.

    Hunderte Personen versammelten sich rund um die Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz. Schon bei dieser angemeldeten Kundgebung zeigte sich, dass sehr viele Menschen keinen Bock mehr haben auf die staatlich verordneten Drangsalierungen gegen den Pro-Palästina-Protest. Trotz angeblicher Auflagen wurde während der Kundgebung immer mal wieder Pyrotechnik eingesetzt – selbst die Ansagen von „eigenen” Kundgebungs-Ordner*innen konnten nichts dagegen machen.

    Nachdem es weltweit bereits zu Verkehrs-Blockaden in Solidarität mit der Freedom Flotilla kam, wurde auch in Berlin kurz nach Ende der Kundgebung der lokale Bahnverkehr der Tram am Alexanderplatz für mehrere Stunden per Sitzblockade gestoppt.

    Das unkoordinierte gewaltvolle Vorgehen und die brutalen Festnahmen durch die Bullen tat das Übrige dazu, dass sich unkontrollierte Abschnitte auf dem Alexanderplatz eröffneten, welches die Bullen mittels brutalen Festnahmen und hektischem Hin- und Her-Gerenne über den Platz für mehrere Stunden nicht verhindert konnten. Das wahllose Geprügel der Bullen ohne Unterschied – egal ob auf Autonome Widerständler*innen, friedliche Protestierende oder sogar Berlin-Besucher*innen die in die Getümmel hineingeraten – zeigt, dass die Bullen (und ihre Chefs aus der Politik, die die Marschbefehle geben) angesichts der Mehrheitsmeinung der Bevölkerung gegen den Gaza-Genozid nur noch wie Gehetzte planlos um sich rum schlagen können.

    Sehr spät als die Bullen dann glaubten endlich den Alexanderplatz „gesäubert” zu haben – der gleichzeitig stattfindende bayrische Schlager-Rummel auf dem Platz war da auch schon eigentlich vorbei – kam es sogar noch zu einer Beinahe-Barrikade mit Bauabsperrungen und ähnlichem auf den Straßen am Rande des Platzes.

    Alles in allem zeigte der Abend am Alexanderplatz, dass jetzt die Zeit des gemeinsamen zivilen Ungehorsams gekommmen ist, bei dem alle zusammen halten und „legal illegal scheißegal” klarer Bestandteil ist.


  • Berlin: Flashmob-Aktionen gegen Völkermord-Komplizenschaft der Allianz-Versicherung

    Berlin, 19.09.2025 | „Heute fand vor der Allianz-Zentrale (»Allianz Forum«) am Pariser Platz eine Protestaktion statt. Aktivisten machten auf die Investitionen der Allianz in Rüstungsunternehmen aufmerksam, deren Waffen zur Unterdrückung und im andauernden Krieg gegen das palästinensische Volk eingesetzt werden.

    Außerdem wurde in der »Mall of Berlin« ein Bannerdrop gemacht und Flyer von oben abgeworfen, die direkt die Menschen im Erdgeschoss erreichten. Eine kreative und eindrucksvolle Protestaktion gegen die Profite aus Krieg und Völkermord.” (@abdallahxbln – Instagram)

    Fotos von: @maliquue (Instagram) und Montecruz Foto (X)

    Kampagne: Keine Allianz mit Völkermord


  • Anarchists for Palestine – jetzt auch in Freiburg!

    Wie in Berlin und Frankfurt am Main wurde nun in Freiburg im August 2025 ein anarchistisch/autonomes palästinasolidarisches Netzwerk „Anarchists for Palestine” gegründet. Erste Aktivitäten waren unter anderem die Solidarität mit inhaftierten Antifaschist*innen und die Beteiligung an Aktivitäten gegen imperialistische Kriege.

    Instagram: @anarchists4palestine.fr

    ANARCHISTS4PALESTINE FREIBURG – UNSER SELBSTVERSTÄNDNIS

    WER SIND WIR?

    Wir sind ein autonomes palästinasolidarisches Netzwerk aus Anarchistinnen, die einen öffentlichen Raum für un- und organisierte Anarchistinnen und Antifaschistinnen, bieten wollen, in dem legaler und niederschwelliger Aktivismus geführt werden kann.

    Ob Küfa, Lesekreise, Workshops, Kneipen, Demos oder einfach nur Cornern – alle Ideen für Aktionen sind willkommen und können hier verwirklicht werden. Um im regelmäßigen Austausch zu bleiben wird es regelmäßig Plena geben. Wann & wo die genau sind, werden wir auf Insta posten.

    WIESO HABEN WIR UNS GEGRÜNDET?

    KURZGEFASST: Wir sind dem Aufruf von der OAV Freiburg und dem bundesweiten Account anarchists4palastine gefolgt, um einen anschlussfähigen und offenen Ort zu haben, in dem man sich antiautoritär und unabhängig politisch weiterentwickeln kann.

    Besonders im Thema: Antiimperialismus, Dekolonialismus, Antimilitarismus, Antifaschismus, Antipatriarchale Arbeit sowie verschiedene anarchistische Strömungen.

    UNSER ZIEL?

    Die internationale und antinationale Solidarität aufzubauen und eine autonome, antikapitalistische & anarchistische Welt aufzubauen ohne Unterdrückung, Genozide, Patriarchat, Kapitalismus, Klassen, Autorität & Rassismus.

    Viva l’Anarchia!


  • Palestine Action Germany: Successful civil disobedience dismantling action inside Elbit Systems Weapons factory in Ulm

    Text Source: Palestine Action Germany Instagram and Neues Deutschland (newspaper)
    Photos Source: Palestine Action Germany Instagram video stills

    Germany/Ulm 08.09.2025

    Palestine Action Germany did get inside Elbit Systems’ weapons factory in Ulm, to dismantle the tools used to commit genocide in Gaza.

    The Ulm factory, owned by Israel’s biggest weapons producer, specialises in military drone equipment and target acquisition software for Israel.

    The actionists evaded armed guards and stayed inside for as long as possible in order to damage the weapons hub, until they were subsequently arrested after an hour.

    They went in expecting arrest, and put their liberty on the line in order to break the tools of genocide as effectively as possible.

    Germany is deeply involved in the ongoing attacks on the Palestinian people, so it’s upto the people to take direct action against the Israeli war machine.

    Five actionists with Palestine Action Germany were arrested after they dismantled the inside of Elbit’s Israeli weapons factory in Ulm for an hour.

    They put their liberty on the line to destroy and dismantle the tools of genocide, for the people of Palestine

    Article of “Neues Deutschland” (english translation):

    Activists storm headquarters of Israeli arms manufacturer Elbit in Germany and damage property

    Such actions in Ulm have been occurring with increasing frequency. In February, around 40 members of the ‘Shut Elbit Down – Germany’ campaign set up tents within sight of the company’s site. In early August 2025, some 30 activists blockaded the Ulm location, demanding: ‘We want Elbit Systems to disappear from Ulm, Koblenz, Berlin – from Germany.’ Another protest camp is scheduled to take place in Ulm from September 17 for five days.

    Full article (english): https://digit.site36.net/2025/09/09/activists-storm-headquarters-of-israeli-arms-manufacturer-elbit-in-germany-and-damage-property/


  • BERLIN: Vigil in front of German Journalist Union (verdi) – Call for resignation of union boss because of complicity

    Source: unpublished.de (Link: Instagram)

    Berlin 15 Aug 2025, a vigil in front of the offices in front of the German Journalist Union DJU (part of the Union verdi) was organized by journalists to condemn the targeting of journalists by Israel and German media’s complicity by defaming Palestinian journalists.

    A speech that was held at the vigil calls for the resignation of Jörg Reichel, head of German Journalist Union Berlin (Deutsche Journalisten Union – DJU) for showing unprofessionalism and bias against journalists and protesters at almost every Palestine solidarity rally or march.

    Audio to text transcription of the speech:

    “We’re in front of Verdi, we’re in front of the offices of the DJU, that’s the German Journalist Union. Anyone who has ever been to a Palestine demonstration knows the head of the German Journalist Union in Berlin, Jörg Reichel. I’ve been going to those demonstrations for a decade.

    And I think it’s really, it’s incredible that someone can have such a busy job, being a journalist, being the head of the Journalist Union and still going to every single Palestine demo. But as we all know, he’s not doing it out of solidarity, he’s not doing it out of empathy with the children of Gaza. And he’s most certainly not doing it out of solidarity with his slain colleagues in Gaza and in Palestine.”

    continue reading speech


  • Anarchist Convergence and Bookfair Berlin 2025

    —deutsch siehe unten—

    Invitation to ACABB 2025
    07.-09.11.2025
    Mehringhof (Gneisenaustr. 2A, 10961 Berlin)

    If one follows world events with open eyes, the question arises: why are we anarchists and our ideas and methods so socially irrelevant at this point in history?

    Raging wars and a variety of global crises increasingly highlight the inability of those in power to offer real solutions. If their best response is to sow fear and conscript us as drone and cannon fodder, then the current situation demands revolutionary responses from below. What do we have to propose?

    From November 7th to the 9th, we want to come together at Mehringhof in Berlin-Kreuzberg, get to know each other and our different realities, and exchange ideas. We gather not only to react to the new failures of the state and capitalist system, but also to develop our own long-term responses and build resilient networks and structures based on mutual aid and communality, as well as an anti-authoritarian, non-reformist and antagonistic stance.

    The meeting sees itself as an experimental space for self-organization, with co-creation by all participants. As the initiating group, we organize the space for the meeting as well as a certain framework (food, pre-selection of events, time allocation…), which can then be filled with life by all of us who come to the meeting. It will be possible to hold several events at the same time.

    If this appeals to you, we welcome you and your proposals – in the form of talks, discussions, workshops, films and other artistic contributions on the following topics:

    • War, genocide and military mobilization
    • Decolonial movements (e.g. Palestine, Sudan, Congo)
    • Advance of the right and social fascization
    • Earth destruction
    • Criticism of technology (e.g. AI and co)
    • Health autonomy
    • Feminism (esp. patriarchal dynamics in the anarchist movement)

    If there are other topics that are close to your heart, then of course it is also possible to bring them in.

    Everyone is invited to contribute their practical experiences in (self-)organizing. Historical and theoretical contributions are also welcome if they focus on nourishing the practice and building stronger connections to current struggles.

    On one hand, we seek to facilitate international exchange and knowledge transfer, so reports and continued discussions from previous anarchist events are strongly encouraged. Translation between German and English will be provided, and we invite speakers of other languages to volunteer as interpreters as well.

    On the other hand, with this gathering we hope to strengthen the relationships between anarchist circles and individuals in Berlin, of which there are fortunately many, but which often exist side by side without much exchange between them.

    Please contact us in case you:

    • have event proposals
    • could translate at the event
    • would like to draw/design a poster (it would be nice to have several)
    • could provide a place to sleep
    • would like to support otherwise

    Here are the forms to facilitate the submission of your proposal: Call for Participation.

    We are looking forward to your contributions. Please, repost and translate the call. See you soon!

    Contact: acabbⒶriseup.net
    Blog: https://acabb.noblogs.org

    deutsch


  • Berlin: Gegen Waffenlieferungen nach Israel – Anarchistische Basisgewerkschaft FAU solidarisch mit streikenden Hafenarbeiter*innen

    Quelle: FAU Berlin – berlin.fau.org

    FAU Berlin solidarisiert sich mit den schwedischen und französischen Hafenarbeiter*innen, die kollektiv entschieden haben, Waffenlieferungen nach Israel zu stoppen

    Am 13. Juli 2025 hat die Vollversammlung der FAU Berlin das nachfolgende Statement beschlossen. Anlass waren aktuelle Berichte über internationale Arbeitskämpfe, in denen Hafenarbeiter:innen in Frankreich und Schweden sich weigerten, Waffenlieferungen nach Israel abzufertigen – trotz teils massiver Repressionen. Am 8. August 2025 fand dazu eine Solidaritätsveranstaltung statt, bei der Mitglieder und Unterstützer:innen über die Bedeutung dieser Arbeitskämpfe und die Rolle der FAUB im internationalen Widerstand diskutierten. Das Statement spiegelt sowohl die Entschlossenheit der Organisation als auch die Solidarität mit den betroffenen Kolleg*innen wider.

    Solidaritätserklärung:

    Anfang Juni 2025 weigerten sich Hafenarbeiter*innen der französischen Gewerkschaft Confédération Générale du Travail (CGT), Waffen für Israel zu verladen (French Dockers Block Weapons to Israel ). In einem anderen Fall vom Februar 2025 hat sich die Swedish Dockworkers Union geweigert, Waffentransporte von und nach Israel abzufertigen. Infolgedessen wurde der Sprecher der Gewerkschaft zum „Risiko für die nationale Sicherheit” Schwedens erklärt und entlassen (European Dockworkers Refuse to Load Weapons Aimed at Palestine | Labor Notes , Swedish Dockworker Fired Over Blockade of Israeli Weapons | Novara Media ).

    Trotz der Repressionen, denen sie ausgesetzt sind, zeigen diese Hafenarbeiter*innen, was notwendig ist, um effektiven Widerstand gegen Krieg und Unterdrückung aufzubauen. Die FAUB solidarisiert sich mit den internationalen Genoss*innen.

    Blockaden, Streiks und Arbeitsniederlegungen sind effiziente Mittel der organisierten Arbeiterschaft, um Widerstand zu leisten und sich zu verweigern, wenn Administrationen ihre Unterdrückung eskalieren, Kriege führen, und bereitwillig ignorieren, wenn andere Staaten noch brutaler vorgehen. Die FAUB stellt sich entschlossen an die Seite derjenigen, die Repressionen erfahren, dafür dass sie ihre kollektive Macht nutzen, um sich opportunistischer Gewinnmacherei in den Weg zu stellen – besonders wenn diese „Gewinne” aus Kriegsverbrechen, ethnischen Säuberungen und Genozid stammen.


  • Berlin: Camp of Resistance continues resistance in front of german government

    (–deutsch siehe unten–) Steadfastness is at the heart of Resistance and hence the name Sumud in Arabic.

    As the Flotilla confronts the blockade at sea, we confront it on land – Our Sumud is shared. Our struggle is One. Full solidarity with Handala.

    From 27.07. until 06.08.2025 at our usual location – between the Bundestag and the Chancellor’s Office.

    We’re calling on everyone who stands for Liberation of Palestine to join us.

    Your presence, energy, and solidarity matter.

    This is an open space – if you want to host a workshop, share your ideas, or build a project that supports the Palestinian movement, reach out.

    Let’s build together.
    Let’s keep the resistance alive.

    Infos/Programm: https://www.instagram.com/campofresistance

     

    —deutsch—

    Berlin: Das Widerstandscamp „Camp of Resistance” setzt Widerstand vor der deutschen Regierung fort

    Standhaftigkeit ist das Herzstück des Widerstands und daher der Name Sumud auf Arabisch.

    Während die Flottille auf See der Blockade begegnet, begegnen wir ihr an Land – unser Sumud ist gemeinsam. Unser Kampf ist eins. Volle Solidarität mit Handala.

    Von 27.07. bis 06.08.2025 an unserem üblichen Ort – zwischen dem Bundestag und dem Kanzleramt.

    Wir rufen alle, die sich für die Befreiung Palästinas einsetzen, dazu auf, sich uns anzuschließen.

    Eure Anwesenheit, Energie und Solidarität sind wichtig.

    Dies ist ein offener Raum – wenn ihr einen Workshop veranstalten, eure Ideen teilen oder ein Projekt zur Unterstützung der palästinensischen Bewegung aufbauen möchtet, meldet euch.

    Lasst uns gemeinsam etwas aufbauen.
    Lasst uns den Widerstand weiterführen.

    Info/Programme: https://www.instagram.com/campofresistance


  • Direct Action: anti genocide activists targeted insurance association offices in Berlin

    Source/Quelle: Kontrapolis.info

    –deutsch siehe unten–

    Berlin, 20 July 2025

    “INSURANCES, YOUR COMPLICITY IS IN YOUR MONEY”

    ANTI GENOCIDE ACTIVISTS TARGET THE INSURANCE ASSOCIATION OFFICES IN BERLIN OVERNIGHT

    Tonight, we covered in blood-red paint the offices of the General Association of German Insurance in Leipziger Strasse, Berlin. We left messages on the walls of the building remarking the role that German insurance company have in the current genocide in Palestine. The action is part of an international campaign aimed at pressuring Allianz to stop their support to Elbit Systems, Israel’s largest weapon company. Over the weekend, multiple independent groups targeted different buildings belonging to insurance companies all over the city.

    The German Insurance Association represents the interests of the entire German insurance industry Germany is the second-largest insurance market in the EU, with a flow in 2024 of more than 240 bn Euro. A marked fueled by the calls to militarization, by war crimes and genocide. The latest report by the Special UN Rapporteur Francesca Albanese has highlighted how the German insurance company Allianz has purchased $960 million Israeli treasury bonds, direclty contributing to the occupation military budget.

    Allianz holds at least $7.3 billion in tracked companies named in the UN reporton the economy of genocide. Their insurance policies underwrite the risks other companies necessarily take when operating in the occupied Palestinian territory, thus enabling human rights abuses and “de-risking” the operational environment. Beyond this, Allianz is a major institutional investor in Elbit Systems, and provides the insurance necessary to the weapon company for operating in Europe and UK. Elbit Systems is Israel’s largest weapons manufacturer, who produce weapons which are marketed as „battle-tested” on the Palestinian people. They provide 85% of Israel’s military drone fleet and land based equipment.

    “While Palestinians are being bombed, starved, and killed at food collection points, no person of conscience can ignore their suffering and their right to freedom from the occupation”, a spokeperson from our groups says. „Elbit weapons have repeatedly been used against Palestinian civilians. In less than 2 years, Israel assassined hundreds of thousands of Palestinians, bombed hospitals and destroyed all kind of civilian infrastructure, including schools and water and electric systems. All around Europe, our message for insurance companies is clear it is time to stop profiting from mass murder. Drop Elbit. Drop the economy of Genocide. We will not stop until you do.”

    An anonymous group of activists

    deutsch


  • Punx4Palestine concerts – Soli for Gaza: Stage agitation by Anarchists4Palestine for Punks Against Apartheid

    Berlin-Friedrichshain / 4th and 5th July 2025

    The two days concerts event for Gaza organized by Punx For Palestine (P4P) has been literally hot! Multiple punk bands from different countries and cultural backgrounds played their gigs in the autonomous scene locations “K19” and “Fischladen” in Berlin-Friedrichshain in solidarity with the people in Gaza. In the background of the stage: a banner with the slogan “Punx against Apartheid – fight injustice!”. All two locations at this weekend were packed.

    Anarchists4Palestine were invited to have some speech at all two days during the gigs. While holding an “Anarchists for Palestine” banner at the stage, in the speech was highlighted the importance to become part of the worldwide “Punks Against Apartheid” network, in which many Punk and other genre bands and groups are connected.

    Somehow one could feel the interaction of the audience with nearly every sentence of the speech, and it was applauded and cheered. Slogans like “From the River to the sea” and the now famous pop art quote “Death death to the IDF” where shouted by whoever…

    After the A4P speeches everyone wanted to take the stickers and flyers distributed by the comrades.

    The concerts went wild and powerful.

     

    Speech by Anarchists4Palestine


  • Punks Against Apartheid (PAA): Join our movement!

    https://www.instagram.com/p/DMJLH6OIOwK/

    We are so proud of the work we have done over the last year to get to where we are today. Now as our solidarity grows exponentially across the globe, we thought it was the right time to remind everyone that we are stronger TOGETHER!

    So whether you have a lot of time to organise with us or just enough to express your solidarity in smaller ways, you can and SHOULD be part of turning the global tide away from settler-colonial genocide & towards freedom & liberation. Your voice matters more than you may realise, and your membership can inspire others to follow suit. And together we will ensure that punk not only does not accept Zionism in our communities, but that it becomes an active part of the global BDS movement!

    Music scenes globally are going through productive upheavals as the exploitative owning class comes into conflict with the worker-artists who produce all the wealth for labels & festivals that don’t care a fig about human dignity or survival. Our scene is no different, and while it may be often more ‘grassroots’ & DIY, we are just as much a part of musical ecosystems as any other subculture–so we aim to not just organise to raise money for our comrades & kin in Palestine, but to RAISE HELL for them too!

    We are already getting there, by mobilising our international network to support ongoing campaigns like Demilitarize Brooklyn Navy Yard, Dancers For Palestine, and Boycott Room. We are immensely proud of the fundraising we’ve been able to do with our partners Plastic Wound Records, Sound of Chaos Records, EastRev Records, and A World Divided Tapes on the UNDER THE BLADE OF A ZIONIST NIGHTMARE series, benefiting Heal Palestine, Gaza Sundbirds, Gaza Soup Kitchen and Doctors Against Genocide so far. And we are also thankful to everyone who has contributed & collaborated on our upcoming zine launch, featuring contributions from The Palestine Music Space (PalMS), The Dissidents, Big Big Things, Takeshi Evolstak, and others, with art from Shutopia & Otheroath. We really feel we have gotten off to a great start this year, and we are only just beginning!

    Got any ideas for what else we could do? Well fkn join already then!!!!

    Up the punx/free Palestine,

    PAA

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  • Statement from greek anarchist prisoners: Solidarity with Daniela Klette, Solidarity with struggling Palestine

    by Dimitra Z., Marianna Manoura

    Source (greek): https://athens.indymedia.org/post/1637059
    Source (english translation): https://abolitionmedia.noblogs.org/20308

    The Palestinian resistance, counting years of struggle, countless deaths and moments that proved that nothing is impossible, is experiencing the greatest bloodshed in recent decades. Israel’s colonial and Zionist entity has made it clear, there is no place for Palestinian society. Whether directly through bombings and executions or indirectly through settlements and famines, Israel aims to eliminate the Palestinians. All this, of course, could not have happened without the full support of the Western imperialist bloc. From ideological propaganda about civilized, progressive Israel to military equipment and economic support, the West not only supports its colonialism but plays a leading role in its establishment in the region, apparently to serve its own interests.

    Our role as radical movements in the western metropolitan centers must aim at the anti-imperialist conflict in the here and now. With our gaze turned outside our borders, we must transform international issues into domestic targets. The destabilization of the Western centers of power, the deterioration and the exertion of pressure within them has proven that it can act as a bulwark against imperialist plans. It is here in its heart that the system must be hit. And we are the ones who have to do it. This was, after all, the direction that the internationalist movements of the past had followed. Especially for the German movement, internationalist solidarity and domestic anti-imperialist action have always been a priority. Its connection with the Palestinian struggle ranged from the mass demonstrations to the actions of the armed organizations operating at the time.

    One of the armed anti-imperialist internationalist organizations is the RAF. It was born in the 1970s and struggled against American and German imperialism. In solidarity with the resistance in Palestine, members of the RAF were fleeing underground and going to Jordan to train alongside the PFLP and the PLO. The guerrilla organization created ties with armed Palestinian organizations such as Black September, supporting each other’s struggle by dedicating actions, demanding the release of militants on both sides, and simultaneously targeting imperialist targets in West Berlin. The internationalist outlook had taken shape. The RAF lived about 2-3 decades through 3 generations. As a member of the last generation of the RAF, Daniela Klette is also accused. The comrade, being part of the struggle of the ’80s, fought against exploitation and oppression, patriarchy and capitalism, war and militarism. Klette, making decisions from a very young age, chose to dedicate her life to the revolutionary struggle, with a constant commitment that accompanied her throughout her life, managing to fight, defeating the repressive mechanisms of the German state. With her life, the comrade manages not only to highlight the weakness of German repression but also the fact that even today there are the means and the people who can ensure a life in illegality. The comrade decided to live free and rebellious, consistent in her beliefs, being an inspiration for future generations. And despite her captivity on February 16, 2023, Ernst and Bukhard once again manage to avoid arrest. Fighters like these thousands of others were a source of inspiration for the urban guerrilla Kyriakos Xymitiris who decided to base himself on their own paths. With an internationalist outlook, he felt the same anguish as the RAF guerrillas, the same hatred and the same commitment. He was one of the few fighters who chose to pick up the thread of armed struggle in 2024 where the struggle in the western metropolises oscillates between compromise and convention. Perceiving himself as part of revolutionary Western history, he assumed his responsibilities and poured himself into battle.

    A battle that comes at a heavy cost. Sometimes their own lives and sometimes their freedom. States do not leave such means of struggle unanswered. They are furiously trying to silence the voice of their political opponents. Resorting to military-style operations in order to capture them. The dungeons of democracy act as a punitive and vindictive act against those who have chosen to fight for a better world. Special prison detention regimes try to extract statements of repentance from prisoners of war. Nevertheless, the attitude of the prisoners themselves, as well as those in solidarity with them, manages to break the isolation within the walls and strengthen the resistance by putting barriers to the repressive plans of the state and capital.

    Even if the walls keep us apart, even if the battle took our closest comrades as long as we fight, we are together. Next to Daniela and Kyriakos. Next to Monica and Wolfang. Next to those who resisted. Because the revolution says: I was, I am and I will be again.

    VICTORY IN THE ARMS OF THE PALESTINIAN RESISTANCE
    FREEDOM TO DANIELA KLETTE
    STRENGTH TO ERNST AND BUKHARD
    KYRIAKOS XIMITIRIS PRESENT

    Dimitra Z.
    Marianna Manoura


  • Bericht + Fotos: Demo 6.7.2025 „Brennt alle Knäste nieder”

    Unter dem Motto „Brennt alle Knäste nieder – Generation für Generation bis zur vollständigen Befreiung” (Aufruf) demonstrierten mehrere Hundert für die Solidarität mit Daniela Klette und allen Genoss*innen, die unter imperialistischen und faschistischen Regimen Folter und Haft erleiden.

    Neben einem Redebeitrag von Daniela Klette, angeblich damals in der RAF aktiv, die am 26. Februar 2024 in Berlin verhaftet wurde und seitdem eingeknastet ist, gab es Redebeiträge zu palästinensischen Gefangenen, Solidarität mit den Gefangenen und Befreiungskämpfen weltweit, anifaschistischen Gefangenen, von der Remember Kyriakos Versammlung, von der Roten Hilfe, usw.

    Die Demo ging lautstark mit zahlreichen Parolen und vielen Transparenten durch Kreuzberg und Neukölln. Nachdem die Demo durch die Sonnenallee über den Hermannplatz zur Endkundgebung am Südstern gezogen war, kam es zu brutalen Ausschreitungen und Verhaftungen seitens der Bullen gegen ehemalige Demo-Teilnehmer*innen.

    Statement von „Anarchists4Palestine” gegen die Bullenrandale:

    Solidarität mit den verhafteten Genoss*innen der „Burn down all prisons”-Demo

    Als Anarchist4Palestine bekunden wir unsere Solidarität mit den Genoss*innen, die am Sonntag, den 6. Juli brutal verhaftet wurden. Wir verurteilen die Brutalität der Polizei, die Repression des Staates gegen den Kampf für ein freies Palästina, den feigen zionistischen Gegenprotest und die erbärmlichen Naziyoutuber.

    Kraft und Liebe für unsere verhafteten Genoss*innen.
    Wir werden weiter Widerstand leisten.
    Wir sind Tausende.
    Wir sind Millionen.

    weitere Fotos von der Demo


  • Redebeitrag „Rote Hilfe e.V. OG Berlin”, 6.7.2025 Demo „Brennt alle Knäste nieder”

    Seit über einem Jahr sitzt unsere Genossin Daniela im Knast. Ihr wird vorgeworfen zusammen mit Burkard, auch bekannt als Martin, und Ernst-Volker Teil der Roten-Armee-Fraktion gewesen zu sein.

    Es gibt kaum ein Thema, das die deutschen Behörden so sehr in Aufruhr versetzt, wie die RAF. So auch dieses mal. Danielas Festnahme und der lächerliche Schauprozess, der nun gegen sie stattfindet wurden von einer massiven Repressionskampagne begleitet. Es wurden Türen gesprengt, Wohnungen durchsucht und Blendgranaten geworfen. Sogar einen ganzen Bauwagen haben die Bullen geklaut.

    Dieser Wahnsinn hat Tradition. Die Geschichte der RAF und ihrer Verfolgung durch die deutschen Repressionbehörden ist voll von Beispielen dafür, dass Gesetzgeberinnen, Justiz und Polizei bei der Jagd auf politische Gegnerinnen jedes legale und extralegale Mittel recht ist. Im Kampf gegen den inneren Feind RAF wurden neue Hochsicherheitsknäste gebaut, Isolationshaft eingeführt und schwerbewaffnete Polizeieinheiten gegründet. Nichts davon wurde je wieder abgeschafft.
    Auch völlig neue Gesetze wurden geschaffen wie der Terrorparagraf §129a auch bekannt als lex RAF.

    Die Paragraphen §129 a und b sind bis heute mit die wichtigsten juristischen Instrumente des Staates im Kampf gegen politische Gegner. Das merken wir zum Beispiel an der -Situation unserer Genossen Mehmet und Nanuk. Beide sitzen hier in Berlin im Knast.
    Nanuk, weil er an antifaschistischen Aktionen teilgenömmen haben soll. Mehmet, wegen angeblicher Mitgliedschaft in der PKK. Den Beiden soll nach unterschiedlichen Varianten des Paragraphen 129 Strafgesetzbuch der Prozess gemacht werden.

    Die Schicksale von Daniela, Nanuk und Memet zeigen uns, dass die Geschichte der RAF auch unsere Geschichte ist. Sie sind eine Erinnerung daran, dass zwar immer wieder versucht wird uns und unsere Kämpfe zu vereinzeln, dass aber immer wir alle gemeint sind.
    Alle, die sich für eine gerechtere, freiere und solidarische Gesellschaft einsetzen.

    Es ist aber nicht nur eine Geschichte von staatlicher Repression. Es ist auch eine Geschichte der gelebten Solidarität. Praktischer Internationaler Solidarität und Solidarität über Knastmauern hinweg. Solidarität, an der sich der Staat und seine Behörden immer wieder die Zähne ausgebissen haben. Lasst uns daran anknüpfen! Lasst uns hier und heute zeigen, dass wir unsere Gefangenen nicht vergessen!

    Wir sagen:
    Freiheit und Glück für Daniela, Nanuk, Mehmet!
    Freiheit für alle politischen Gefangenen überall auf der Welt!

    _____________

    Die Rote Hilfe e.V. ist eine bundesweite Antirepressionsorganisation mit über 15.000 Mitgliedern und unterstützt finanziell Menschen, die von Repression durch den deutschen Staat betroffen sind.

     


  • Burkhard Garweg: Für die Demonstration „Burn all prisons” in Berlin am 6.7.25

    Source: https://de.indymedia.org/node/523633

    „Die Nazis vom NSU liess man gewähren, und das obwohl der NSU umgeben von deutschen Geheimdiensten war. Mindestens Teile deutscher Geheimdienste unterstützten den NSU. Ja, der Verfassungsschutz war zuweilen sogar zum Zeitpunkt der Tat am Ort des Geschehens. Bundeswehr Oberst Klein wurde für den von ihm angeortneten Massenmord von 141 Zivilist*innen während des Afghanistan Krieges zum General befördet.
    Ganz anders jedoch werden Menschen aus den Kämpfen für Emanzipation unnachgiebig und mit Härte verfolgt und manchmal für lange Jahre weggesperrt: Antifas werden inhaftiert und verfolgt. Die Gefährt*innen N. und M., die in bayrischen Knästen gefangen sind und mit 129a bedroht und das wegen einer linken Zeitungsproduktion, d.h. wegen ihrer Gesinnung. Die vielen Genoss*innen der kurdischen und türkischen Bewegungen, die seit Jahrzehnten verfolgt und in Komplizenschaft aller deutschen Regierungen mit jener der Türkei lange Jahre in deutschen Gefängnissen eingesperrt werden. Klimaaktivist*innen oder Tausende der Palästina-Solidarität sind von vielfältiger Repression, von Knast bis zur Abschiebung, von Veranstaltungs- bis zu Einreiseverboten betroffen.”

    Seit mehr als einem Jahr ist Daniela im Gefängnis von Vechta eingesperrt. Mit öffentlicher Hetze gegen uns, die wir seit 30 Jahren als RAF verfolgt werden, propagieren Staatsanwaltschaft und Polizei unsere Gefährlichkeit und unterstellen uns Selbstbereicherung, die über Leichen gehe oder sie zumindest billigend in Kauf nehme.

    Eins sei hier gesagt: für uns war es zu jeder Zeit undenkbar, ausgeschlossen und fern, für Geld zu töten oder jemanden deswegen physisch zu verletzen. Dafür stehen alle Jahrzehnte unserer Illegalität.
    Was uns vorgeworfen wird, wäre der Notwendigkeit geschuldet, dass man im Kapitalismus Geld benötigt, um zu überleben. Und sei es für das Brot in der Illegalität. Das uns Unterstellte wäre dann wohl eine Art Mundraub. Es ist eine politische Entscheidung mit exorbitantem Verfolgungseifer, Härte und im Feindverhältnis gegen uns vorzugehen.
    Bestraft wird, wer nicht kooperiert und sich nicht unterwirft. Die Staatsanwaltschaft und die Polizei unternehmen vieles, um Daniela fertig zu machen: Besuchsverbote und Besuchsüberwachung, Vorladungen von Besucher*innen, Zensur, Ausschluss von politischen Diskussionen, Bleiweste usw. Das Signal in die Gesellschaft ist: Widerstand führt zu nichts als staatlicher Gewalt, und wer sich nicht unterwirft oder wenigstens kooperiert, wird kein Licht mehr sehen, wenigstens keines in Freiheit.
    Uns Illegalen bedrohten die Staatsanwaltschaft und die Polizei mehrfach mit einem 2. Bad Kleinen für den Fall, dass wir uns ihnen nicht freiwillig ausliefern. Früher nannte man das Kill-fahndung.
    In der Geschichte der 70 und 90er Jahre kostete diese Art Staatsterrorismus zahlreichen Menschen das Leben.
    Vor 32 Jahren am 27.6.93 wurde Wolfgang Grams bereits kampfunfähig auf den Gleisen von Bad Kleinen liegend unter den Augen von zahlreichen Zeug*innen durch den aufgesetzten Kopfschuss eines Polizisten getötet.

    Heute geht es um die Aburteilung einer Geschichte, die aus den weltweiten Bewegungen kam, die in den Metropolen den Kampf gegen Ausbeutung und Kolonialismus im Verhältnis zu Asien, Afrika und Lateinamerika, den US Krieg gegen die Bevölkerung Vietnams, Rassismus und Patriarchat in die Gesellschaft brachten.
    Im postfaschistischen Deutschland begann damit auch die Thematisierung und der Konflikt mit einer Elite, die im NS Faschismus Karriere gemacht hatte und diese nach 1945 nahtlos in der BRD fortführte. Auch konnten die Kapitalist*innen, die von Zwangsarbeit und Krieg profitiert hatten, ihren Besitz an industrieller Produktion, nahtlos in den BRD Staat überführen.
    Nazitäter*innen, die zum Teil persönlich Millionen Ermordete zu verantworten hatten, wurden vom BRD Staat so gut wie nie zur Rechenschaft gezogen. Im Gegenteil sie kamen aus dem NS Faschismus und bauten den BRD Staat auf. Reibungslos.

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  • Berlin: Keine Ausbildung zum Töten – Aktion gegen Hotel Andel’s

    Quelle: kontrapolis.info

    Am späten Abend des Veteranentags haben wir rote Farbe und Buttersäure in den Eingang des Vienna House Andel’s in der Landsberger Allee geworfen.

    Dort findet am 16. Juni der jährliche Ausbildungstag der Bezirksämter Pankow & Lichtenberg statt. Dieser richtet sich an Schüler*innen der 8. bis 10. Klasse. Zwischen Handwerksbetrieben und berüchtigten Sicherheitsfirmen wie WISAG, werben auch Polizei Berlin, Bundespolizei, Bundeswehr und Bundesnachrichtendienst um Nachwuchs für ihre mörderischen Tätigkeiten.

    In einer Phase der Normalisierung von Kriegsvorbereitung, Gewinnabschöpfung der Kriege in der Ukraine und Rohstoffkriege in Afrika, der Unterstützung der Massaker Israels in Palästina und Nachbarländern, der Abschottung der Grenzen und präventiven Aufstandsbekämpfung, suchen die bewaffneten Organe verzweifelt nach Menschen, die bereit sind schmutzige Aufgaben zu übernehmen.

    Am 18. und 19. November wird im selben Hotel die Berlin Security Conference stattfinden, mit Beteiligung von Konzernen wie Taurus und Elbit.
    https://www.euro-defence.eu/wp-content/uploads/2025/01/BSC25_information_speakers.pdf

    Für uns ergibt sich die klare Notwendigkeit solche Veranstaltung zu verhindern, mindestens zu sabotieren oder den Ausrichtern ein negatives Image zu verpassen. Unsere kleine Aktion reiht sich ein in ähnliche Angriffe wie in Göttingen, https://www.tagesschau.de/inland/regional/niedersachsen/ndr-farbattacke-auf-jobmesse-in-goettingen-staatsschutz-ermittelt-100.html und Bremen, https://de.indymedia.org/node/516991.

    Gleichzeitig drücken kleine und große Angriffe gegen die autoritäre Zurichtung der Gesellschaft auch unsere Solidarität mit den Gefangenen und ihren Forderungen aus:

    – Für Maja, im Hungerstreik in Budapest
    – Für die weiteren Gefangenen im Budapest und Antifa-Ost Komplex
    – Für die Anarchist*innen N. und M.in München
    – Für Daniela Klette
    – Für Marianna, Dimitra und die anderen Gefangenen im Ampelokipi Fall.
    – Glück für die Gesuchten

    passiert am 16.06.2025


  • Foto-Report: Trial Solidarity Action Day at 26th of July, Berlin

    Because of multiple trials against Pro-Palestine comrades at Berlin-Amtsgericht, antirepression-structures in Berlin mobilized together with comrades from Revolutionary Youth Bund from other cities to a joint Trial solidarity day with rallies in front of the Court building and a rally.

    There where three trials at the same day and in the same building.

    From 9AM morning until hours after afternoon around 50 persons – a part of them did have a long exhaustive travel from their cities far from Berlin – participated at the rallies in front of the court building and inside the court rooms to show solidarity during the trials. Several speeches where held by different groups, while holding a banner stating “From court to court: Solidarity is our weapon!”.

    The shouted slogans where not only heard in the whole street but also in the court rooms, especially in the high security court room.

    During the rally a marching demo take place around the court building passing also the nearby Moabit prison, where prisoners could hear the slogans.

    At one trial the comrade was judged for “brutality against the police”, while he was the one who was bloodily beaten up by the cops when he was in solidarity with the Pro Palestine bloc at the Liebknecht Luxemburg Demo 2024. The trial ended with termination of the proceedings.

    For the trial against the Palestinian refugee comrade who was at this day 4 month in pre-trial detention was delayed for some hours and in the end of it he wasn’t released. At one of the following days the comrade was released out of pre-trial detention but than was judged for 2 years and 2 month just for allegedly throwing a firework cracker on a police car in Neukölln.

    Because of the thousands investigation proceedings by the fuckin Berlin cops, for a very long time many more trials against our comrades will happen. It’s important that we all together show solidarity for our comrades, doesn’t matter from which contexts, groups, organizations they are.

    Solidarity is our weapon, let’s go on fighting together!


  • Fotobericht: 50.000 auf Massendemo „United for Gaza” in Berlin (21.06.2025)

    Text/Bericht Quelle: https://umbruch-bildarchiv.org/united-for-gaza/

    Fotos: anonym

    Es war wohl die bisher größte Palästinasolidarische Demonstration in Berlin. Angesichts der humanitären Notsituation in Gaza demonstrierten am 21. Juni 2025 in Berlin nach Angaben der Veranstalter 50.000 Menschen gegen das israelische Vorgehen im Gazastreifen, die Polizei meldete lediglich 15.000. Der Protest unter dem Motto “United 4 Gaza” begann vor dem Reichstagsgebäude und führte durch das Berliner Regierungsviertel in Richtung Potsdamer Platz. Aufgerufen hatten zwei palästinensische Einzelpersonen.

    „Wir sind zwei palästinensische Einzelpersonen – unabhängig, von Parteien/Organisationen. Amin stammt aus Hebron (West Bank), Abed hat den Genozid in Gaza nur knapp überlegt. Uns verbindet das Ziel, der palästinensischen Perspektive Gehör zu verschaffen – einer Stimme, die in Deutschland systematisch ausgeblendet wird. Für Völkerrecht, Gerechtigkeit und Solidarität mit der palästinensischen Bevölkerung.” (Flyer-Aufruf zur Demonstration)

    Die Demonstrierenden forderten unter anderem einen sofortigen Stop der Angriffe im Gazastreifen, ein Ende der deutschen Unterstützung und Waffenlieferungen an Israel. Weitere Forderungen waren: internationale juristische Maßnahmen und die Achtung des Völkerrechts sowie ein Ende der seit Beginn des Krieges stattfindenden Kriminalisierung palästinensischer Stimmen, Symbole und Proteste.

    Nach Angaben der von den Hamas geführten Gesundheitsbehörden wurden seit Beginn des Krieges mindestens 56.000 Menschen im Gazastreifen getötet. Die humanitäre Lage in Gaza ist seit Monaten katastrophal. Israel hatte im März die vollständige Blockade sämtlicher Hilfslieferungen verhängt. Inzwischen wurden die Restriktionen etwas gelockert, doch die Versorgungslage ist weiterhin völlig unzureichend. Bei der Ausgabe der Hilfsgüter eröffnete das israelische Militär wiederholt das Feuer auf palästinensische Zivilisten. Nach Angaben der palästinensischen Gesundheitsbehörde wurden dadurch bereits Hunderte Menschen getötet.

    Auch in London gingen am Samstag Zehntausende zur Unterstützung der Palästinenserinnen und Palästinenser auf Straße. Sie verurteilten dabei das israelische Vorgehen im Gazastreifen ebenso wie die Angriffe auf den Iran.

    Fotogallerie


  • Kreuzberg 12th of July 2025: Neighborhood Streetfest and From the river to the streets exhibition event

    🏴🍉 With Info- and merch stands⁨ by Anarchists4Palestine

    Anarchists4Palestine will have two stalls at street events in Berlin-Kreuzberg on 12th of July. If you ever wanted to know what Anarchism has to do with Palestine, our you want to support the just cause against the ongoing genocide, pass by. The big part of the earnings at both stands will go to grassroots humanitarian aid for Gaza and Westbank.

     

    🇵🇸 KOHLFURTER NEIGHBORHOOD STREET FEST (14:00–22:00)

    If you want to get in contact with Anarchists4Palestine (A4P), hang around with A4P for some coffee or other drinks, or you now want to take the chance to buy a T-Shirt of our 3 A4P Shirt editons, you can pass by at the A4P MAIN INFO- & MERCH STAND in the Straßenfest in Kreuzberg from 14:00 to about 22:00.
    Also we will have many interesting Zines by “Scrappy Capy Distro” and by “Zine of Interest collective” (comrades of Irish Bloc) at the stand, and the Solidarity Book for and about Dheisheh refugee camp in Bethlehem/Palestine.
    Next to the A4P stand will also be another Pro Palestine Solidarity stand (Instagram Links: Project 1 | Project 2). And in the evening a.o. the anti-imperialist Punk Band BERITAN (Berlin/Abya Yala based (Instagram Link) will perform their acts.

    Some of the house-projects in Kohlfurter Straße, like 6 houses of the so called “Block*89” – which has been squattet 1981 – are still rebellious e.g. against gentrification and have an intact neighborhood live.

     

    🇵🇸 RIVER TO THE STREETS EXHIBITION EVENT (15:00–22:00)

    And don’t miss the exhibition event of From The River to the Streets at New Yorck Bethanien (Mariannenplatz 2A) at the same day from 15:00 to about 22:00. Anarchists4Palestine is doing an INFO- AND MERCH STAND also there.

    “From the River to the Streets” is a collective photo exhibition by international freelance and independent photographers who have documented 20 months of protest and resistance in Berlin. There will be also talks, workshops, music and bazzaar.

    More Infos about workshops, exhibition installations, etc.: https://www.instagram.com/from_the_r_to_the_streets

     

    ↔️ Its not very long distance between the two locations, so its a good opportunity to visit Kreuzberg for the Palestinian Cause at this day.


  • Berlin: Solidary Greetings to Hamja Ahsan, documenta artist under repression

    As anarchists from berlin we send solidary greetings to our comrade hamja ahsan who faces repression in germany for sharing his opinion about Olaf Scholz and artistic exile because of speaking up for palestine at the documenta in kassel. Full solidarity with hamja!

    Hamja Ahsan Studio – Instagram: https://www.instagram.com/hamjastudio

    Hamja Ahsan – linktree: https://linktr.ee/hamjaahsan

    Statement by Hamja Ahsan against the repression


  • Occupy against Occupation Camp in Berlin: Come to the United for Gaza March on Saturday 21st… And come camp with us!

    What to expect?

    The opportunity to camp next to the Bundestag with comrades old and new all weekend!

    Communal Shouting sessions at German Polititians every day!

    Making banners together for the Massendemo on Saturday!

    Saturday 21st
    3pm: March with United for Gaza (Brandenburger Tor)
    And after the march – food, post demo care, joy, rage and Dabke in community at the camp

    Sunday 22nd
    Open Space: Skillsharing day!

    What should I bring?
    Camping gear if you have (if you don’t, we have some to share), Earplugs, Warm clothes, Headlamp, Your friends!

    No need to register, just show up with your energy!

    LOCATION:

    Besetzen gegen Besatzung – Telegram: https://t.me/s/besetzungggnbesatzung

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  • [2025/06/21] Anarchistischer Aufruf zur Massendemo #United4Gaza am 21.Juni 2025 in Berlin!

    Wir rufen zur antifaschistischen, anarchistischen und autonomen Beteiligung in der „United for Gaza” Demo am 21.06.2025 in Berlin auf: Wir treffen uns in der Demo, ab 15:00 Brandenburger Tor. Mitten im „Herzen der Bestie” sind wir alle Teil des Widerstands gegen den Versuch der  Militarisierung der Gesellschaft und gegen die aktive Komplizenschaft der Eliten von Deutschland beim Genozid und der Ausweitung der Kriegszone durch „Israel”.

    Überall wird gesagt, jetzt ist sei eine rote Linie überschritten. Massaker, De-Humanisierung – Genozid! Das wahllose Massenmorden gegen die palästinensische Bevölkerung geht unvermindert weiter und hatte sich längst von Gaza zur Westbank ausgeweitet. Das imperialistische und zionistische Front-Staat Projekt „Israel” hat nach Libanon jetzt die terroristischen Aktionen gegen die Bevölkerung im Iran expandiert. Mit Rückendeckung und aktive Mithilfe auch von Deutschland wird das Abschlachten ganzer Bevölkerungen ausgeweitet und intensiviert. Gefangene und Schutz-Suchende sowie Hungernde Menschen werden de-humansiert, zusammengepfercht, geschlagen, gefoltert und erschossen. Und alles wird live in Echt-Zeit täglich, stündlich, jede Minute in allen Medien übertragen. Insbesondere viele deutsche „Leit”-Medien verbreiten die Propaganda und die Lügen von „Israel” – sie sind nur noch kriegslüsterne Kollaborateure und Sprachrohre des mordenden Kolonial-Regimes.

    Doch die „roten Linien” wurden nicht erst jetzt, mit diesem oder jenem barbarischen Akt überschritten. Deutschland ist seit langem mit dem Blut der Entrechteten getränkt – nicht nur durch die eigene Kolonialgeschichte in Afrika (siehe Berliner Konferenz von 1884), Asien-Pazifik und Abya Yala, sondern auch durch die Komplizenschaft mit der kolonialen Ultragewalt anderer kolonialer Nationen.
    Diese „roten Linien” wurden also schon vor langer Zeit von den imperialistischen Kolonialstaaten buchstäblich auf die Landkarten gezeichnet – über das Land und die Körper, die Vergangenheit und die Zukunft der Menschen hinweg –, als sie die Länder, in die sie gewaltsam eingedrungen waren, 1884 auf einer so genannten „Afrika-Konferenz” in Berlin am Präsentationstisch unter sich aufteilten und auf diese Weise die Grenzen der heute noch bestehenden Nationalstaaten entsprechend ihren Ausbeutungsinteressen festlegten.

    Fuck you Germany!

    Militarisierung, Veteranentag, Umstellung der Produktion auf Kriegswirtschaft, Deportation von Geflüchteten, Mithilfe beim Genozid gegen die Bevölkerung von Palästina – Deutsche Waffen und Deutsches Geld – wir wissen worauf das mal wieder hinauslaufen soll.

    “Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!” – dies wurde von Überlebenden des deutschen Nazi-Faschismus erklärt („Schwur von Buchenwald”. Das Konzentrationslager Buchenwald wurde im April 1945 befreit). Aber einige deutsche „Linke” und vor allem einige selbsternannte „Antifaschis*innen” tun sich immer noch schwer damit, diese Parole endlich in die Tat umzusetzen.

    Wir sagen: jetzt ist die Zeit! Kommt mit uns auf die Straße! Bei dieser Demo und darüber hinaus. Werdet Teil des immer größer werdenden Widerstands gegen Krieg, Genozid und die deutsche Gesamtscheiße. Lasst uns gemeinsam und massenhaft als Antifaschist*innen, Anarchist*innen und Autonome sichbar mit Transpis, Fahnen, Demoschildern, Parolen und unbändiger Kreativität in der Massendemo „#United4Gaza” teilnehmen.

    Wir unterstützen den Aufruf zur Aktion von #United4Gaza an alle Gruppen, Aktivist*innen und Bewegungen bundesweit, europaweit und weltweit:

    Alle Augen auf Berlin und auf Gaza am 21.Juni! Schwestern, Brüder, Genoss*innen! Kommt am 21.Juni nach Berlin, oder organisiert an diesem Tag eigene #United4Gaza Aktionen oder Protest vor der deutschen Botschaft.

    UNITED FOR GAZA MASSENDEMO
    21. Juni 2025, 15:00 NEU: Platz der Republik (nicht weit weg vom Brandenburger Tor), Berlin

    Neue Demo Route:
    Platz der Republik – Heinrich-von-Gagern-Str. – Paul-Löbe-Allee – Annemarie-Renger-Str. – Otto-von-Bismarck-Allee – Konrad-Adenauer-Str. – Kronprinzenbrücke – Reinhardstr. – Friedrichstr. – Leipziger Str. – Potsdamer Platz

    Stoppt das Morden, stoppt die Belagerung, stoppt die Besatzung!
    There is only one solution – Intifada revolution!
    Von Berlin bis nach Gaza – Antifa Intifada!
    Gaza, Gaza, you will see, Palestine will be free!

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  • [2025/06/21] Anarchist call for the mass demo #United4Gaza on June 21st, 2025, in Berlin

    We call for antifascist, anarchist, and autonomous participation in the UNITED FOR GAZA march on June 21, 2025, in Berlin: We will meet in the demo, starting at 15:00 at Brandenburger Tor. In the middle of the belly of the beast, we are part of the resistance against the attempt to further militarize society and against the active complicity of Germany’s elites in the genocide and the expansion of the war zone by “Israel”.

    A ‘red lines’ has long been crossed. – and finally others are beginning to recognize it too. Massacre, de-humanization – genocide! The indiscriminate mass murdering of the Palestinian population continues incessantly from Gaza to the West Bank. After Lebanon, the imperialist frontline zionist state project called “Israel” has now expanded its terrorist actions against the population in Iran. With German’s backing and active assistance, the zionist entity has been expanding and intensifying the slaughter of entire populations. Prisoners, people seeking protection, starving people are being de-humanized, crowded together, beaten, tortured, shot, maimed, killed – broadcast live in real time every single minute every hour every day. Many of Germany’s biggest media outlets parrot “Israel’s” propaganda and lies – they are active collaborators in the war-mongering, mouthpieces of the murdering colonizer regime.

    But the ‘red line’ have not just been crossed now, with this or that barbaric act. Germany has been covered in blood of the Disposessed for a long time – not only through its own colonial history in Africa (cf. the Berlin Conferece of 1884), Asia-Pacific, and Abya Yala, but also through its complicity with the colonial ultraviolence of the other colonial nations.
    So these ‘red lines’ had already been literally drawn on the maps by the imperialist colonial states a long time ago – over people’s lands and bodies, pasts and futures – when they partitioned the land they violently invaded among themselves at the presentation table at a so-called “Africa Conference” in Berlin in 1884 and in this way defined the borders of nation states that still exist today according to their exploitative interests.

    Fuck you Germany!

    Militarization, Veterans’ Day, conversion of production to a war economy, deportation of refugees, assistance in the genocide against the population of Palestine – German weapons and German money – we know what this is all about.

    ‘Never again fascism, never again war!’ – this was declared by survivors of the German Nazi fascism (‘Oath of Buchenwald’. The concentration camp Buchenwald was liberated in April 1945). But some German “leftists” and especially some self-designated “anti-fascists” are still finding it so difficult to finally put this slogan into practice.

    We say: Now is the time! Take to the streets with us! At this demo, and beyond demos. Join the ever-growing resistance against war, genocide, and the overall German shitshow. Let us participate together, determined, and en masse as anti-fascists, anarchists, and autonomous with our loud voices and banners, flags, placards, and defiant creativity in the mass protest march #United4Gaza.

    We support the #United4Gaza Call To Action to all groups, activists, and movements across Germany, Europe, and across the world:

    All eyes on Berlin and on Gaza on June 21! Sisters, brothers, comrades! Come to Berlin on 21 June, or organize your own #United4Gaza actions or protest in front of the German embassy on this day.

    UNITED FOR GAZA MASSENDEMO
    21. Juni 2025, 15:00 NEW: Platz der Republik (not far from Brandenburger Tor), Berlin

    New demo route:
    Platz der Republik – Heinrich-von-Gagern-Str. – Paul-Löbe-Allee – Annemarie-Renger-Str. – Otto-von-Bismarck-Allee – Konrad-Adenauer-Str. – Kronprinzenbrücke – Reinhardstr. – Friedrichstr. – Leipziger Str. – Potsdamer Platz

    Stop the killing stop the siege, stop the occupation!
    There is only one solution – Intifada revolution!
    Von Berlin bis nach Gaza – Antifa Intifada!
    Gaza, Gaza, you will see, Palestine will be free!

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  • Berlin: Antimilitaristischer Angriff auf Militärkollaborateure Amazon und Telekom

    Quelle: anonym, Indymedia

    Im Süden (Britz) sowie im Osten (Lichtenberg) Berlins kam es gestern Nacht zu Bränden an etlichen Transportern der Firmen Amazon und Telekom. Zäune und Kameras konnten die Antimilitarist*innen nicht aufhalten, diese beiden Militärkollaborateure zu attackieren. Beide Firmen profitieren immens von der globalen Militarisierung und den sich ausbreitenden Kriegen. Deswegen ist es richtig, sie zu sabotieren.

    Statt Sektempfang gibt es unsererseits verkohlte Autowracks zur feierlichen Eröffnung des Amazon-Towers. Wir finden aber nicht nur dieses hässliche Hochhaus und seine Folgen für den Kiez zum kotzen, sondern auch alle anderen Machenschaften des Tech-Giganten und insbesondere seine aktive Beteiligung an Krieg und Genozid. Amazons Server und Cloud Services werden von den Israeli Defense Forces (IDF) zum Speichern der aus Massenüberwachung der palästinensichen Bevölkerung gewonnenen riesigen Datenmengen genutzt. Amazon ist mit seiner Tochterfirma Amazons Web Systems (AWS) ein Vertragspartner der IDF. 2021 unterzeichneten AWS, Google und Microsoft Verträge mit dem IDF, damit diese ihre Server nutzen können (Project Nimbus). Seit der israelischen Invasion und der daraus resultierenden vollständigen Zerstörung des Gazastreifens, benötigt der IDF eine weitaus größere Rechenleistung, um ihre militärischen KI-Programme (Lavender,Where’s Daddy?) anwenden zu können. Dafür werden vor allem die Server von AWS genutzt. Die Kooperation zwischen der IDF und AWS ist sehr eng und es finden Rücksprachen über einzelne Luftschläge statt. Das heißt, dass die sich vor unseren Augen abspielende Vernichtung und das Verhungern in Gaza, die geplante komplette Umsiedlung der Bevölkerung und die KI-basierte Massakrierung und Verstümmelung von hunderttausenden Menschen, darunter viele Kinder, auf den Servern von Amazon Web Services berechnet und gespeichert wird. Amazon ist aber auch an etlichen anderen Stellen militärisch aktiv: Zum Beispiel als wichtiger Vertragspartner der US-Armee und zuletzt als großzügiger Sponsor für King Trumps Militärparade am vergangenen Samstag in Washington. Staat und Kapital im Gleichschritt Richtung Faschismus.

    weiterlesen…


  • International Statement: Anarchists and antifascists unite against the Pro-Israel “Left”

    United front against Pro-Israel “Left”. This statement is made on the anarchist festival in the Netherlands Pinksterlanddagen (6–8 june 2025):

    (Videoclip with spoken statement see below)

    As a group of anarchist and anti-fascist collectives from the Netherlands, Belgium, Germany, France, Chile, England, Cyprus, Spain, Luxembourgh and the US we highly condemn the support of the anti-deutsch and the pro israel left towards the zionist state of Israel.

    We condemn the hypocrisy of the pro israel left as a so called anti-fascist and leftist organizations.

    As we have seen, the anti-deutsch movement is actively attacking pro palestinian protestors as well as promoting islamophobic and anti-refugee narratives. These self proclaimed leftist groups not only support a racist and fascist state, Israel, but also are racist and fascist.

    Therefore, we, as anti-fascists, will not collaborate with any pro israel leftist group. Like Antifa stockholm shared before. You are not our comrades!

    Even more so you are fascist enemies to us, we will not invite you or give space at our events congresses and actions. This critique is the same for any group that is supportive to Zionism and Israel.

    Therefore we repeat to you: “Free palestine, from the river to the sea”

    Instagram (AFA Nederland): https://www.instagram.com/p/DKz83_pouRs/

     


  • Humboldt-Universität: Hausverbot für aktivistische Student:innen?

    Foto von: Tariq M. Suleiman (Link: Instagram)

    Quelle: Hands Off Students Rights, 27.05.2025 (Link: Instagram)

    Update zur Hörsaalbesetzung am 16.4.2025:
    Laut eines kürzlich veröffentlichten Artikels des Tagesspiegels will HU-Präsidentin Julia von Blumenthal ihre Studierenden schnellstmöglich mit einem Hausverbot bestrafen. Das verschärfte Ordnungsrecht wurde zum Zeitpunkt der Besetzung von der HU noch nicht in Kraft gesetzt. So können, wie es der Uni-Leitung sicherlich lieber wäre, keine schärferen Sanktionen wie Exmatrikulationen durchgesetzt
    werden.

    Am 16.04.25 fand die jüngste HU-Besetzung im Emil-Fischer-Hörsaal statt, bei der mindestens 90 Personen teilnahmen. Zum Kontext und den Forderungen der Besetzung wird in der Presse natürlich mal wieder kein Wort verloren.

    Hintergrund der Besetzung waren vor allem die drohenden Abschiebungen der „Berlin4″; 4 palästinasolidarische Aktivistinnen, die auf Grund ihrer Beteiligung an Protesten und konkret an einer Unibesetzung trotz gültigem Aufenthalt und ohne strafrechtliches Urteil abgeschoben werden sollten. Unter dem Motto „Free Palestine means No Borders” forderten die Protestierenden ein Ende aller Abschiebungen, ein Ende des Genozids sowie der israelischen Besatzung in Palästina, einen kulturellen und akademischen Boykott von israelischen Institutionen, die Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte, eine autonome und freie Universität ohne Repressionen sowie die Einführung von Ethik-Komitees unter studentischer Kontrolle.

    Doch der HU-Präsidentin schienen diese Forderungen egal zu sein: Ohne mit der Wimper zu zucken, lehnte sie eine Verhandlung mit den Protestierenden ab, indem sie das Hausrecht unmittelbar an die Polizei übergab. Eine Entscheidung, die in der Vergangenheit bei der Besetzung des „Jabalia-Instituts” bereits zu massiver Polizeigewalt geführt hat. Nachdem die Polizei den barrikadierten Hörsaal nach einigen Stunden ohne Vorwarnung stürmte, nahm sie einige der Besetzer:innen brutal fest. Es folgten Schläge und Tritte gegen Protestierende in und vor der Uni – auch gegen die Sanitäter:innen.

    Eine zentrale Strategie der Räumung war die Ausübung von extremer Polizeigewalt in Isolation: Außerhalb der Sichtweite von Zeug:innen erlitten abgeführte Aktivist:innen in Korridoren, Treppenhäusern und Nebenräumen brutale Übergriffe.

    weiterlesen & Fotos von der Besetzung


  • Aufruf: Mach mit im anarchistischen Barrio auf dem Rheinmetall Entwaffnen Camp in Köln 26.08.–31.08.2025

    [english below]

    von: Anarchist Barrio – anarchistbarrio.noblogs.org

    Anarchist*innen in die Anti-Kriegs-Bewegung! Bringt anarchistische Ideen unter die Leute! Gegen Krieg, gegen Kolonialismus, gegen Ausbeutung, gegen Herrschaft!

    Wir rufen zur Teilnahme antiautoritärer, autonomer und anarchistischer Individuen und Gruppen auf dem Rheinmetall Entwaffnen Camp vom 25.08. bis zum 31.08.2025 in Köln auf. Entsprechend unserer Ideen einer freien Gesellschaft schlagen wir Horizontalität und Selbstorganisation vor.

    Mit der Angst und der Wut, die der Krieg hervorruft wächst die Opposition gegen Jene, die ihn betreiben. Mit den antagonistischen Ideen wächst das Potential für Widerstand. Dort, im Widerstand, in der Suche nach Möglichkeiten, den Angriffen von Staat und Kapital etwas entgegenzusetzen, ist der Ort der radikalen Bewegung für Befreiung und dort verbreitet sie ihre Ideen der Solidarität, Gleichheit und Freiheit.

    weiterlesen & english version


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Zweck dieses Blogs ist es, zu mehr anarchistischen und autonomen Pro-Palästina-Aktivitäten zu motivieren und das Schweigen in Teilen unserer Szene über den andauernden Genozid an der palästinensischen Bevölkerung zu durchbrechen, durch die Veröffentlichung und Verbreitung von anarchistischen und autonomen Pro-Palästina-Inhalten und Berichten aus verschiedenen Quellen.

The aim of this blog is to encourage for more anarchist and autonomous pro-Palestine activities and to break the silence in parts of our scene about the ongoing genocide against Palestinian people, by publishing and spreading of anarchist and autonomous pro-Palestine content and reports from various sources.