⚲ 16. Mai 2026 | 14:00 Oranienplatz, Berlin-Kreuzberg
AKTUELL ANGEMELDETE DEMOROUTE:
Oranienplatz — Oranienstraße — Moritzplatz — Prinzenstraße — Gitschiner Straße — Wassertorplatz — Skalitzer Straße — Kottbusser Tor — Kottbusser Straße — Kottbusser Damm — Urbanstraße — Graefestraße — Hasenheide — Südstern
Laut der Bullen-Übersichtsseite auf berlin.de, wo in der Regel alle angemeldeten Versammlungen in Berlin aufgelistet werden (außer sie wollen Protest gegen Nazis verunmöglichen), war ursprünglich eine Demoroute über die SONNENALLEE angemeldet.
Achtet auf kurzfristige Ankündigungen! Denn die Erfahrungen der letzten Jahre mit Total- und Teilverboten der Nakba-Demo durch die Bullen zeigen, dass sie die Route auch kurzfristig und willkürlich noch ändern oder sogar nur auf eine Kundgebung beschränken könnten.
Kreativität im Umgang mit der behördlichen Willkür ist daher beim Nakba-Gedenken sehr gefragt!
Aufruf/Statement: 78 Jahre Nakba – 78 Jahre Widerstand!
Dieses Jahr jährt sich die Nakba zum 78. Mal -mehr als 78 Jahre ethnische Säuberung Palästinas, aber auch 78 Jahre Widerstand und Standhaftigkeit des palästinensischen Volkes. Zwischen 1947 und 1949 wurden über 750.000 Palästinenserinnen aus ihren Häusern und von ihrem Land vertrieben. Auf diesem gestohlenen Land wurde „Israel” erschaffen – ein koloniales Apartheidregime, das bis heute den Völkermord und die Enteignung des Palästinensischen Volkes fortsetzt und es zwingt, in einem Freiluftgefängnis zu leben. Die Nakba liegt nicht in der Vergangenheit, die Nakba ist gegenwärtig. Die Welt hat in den letzten zweieinhalb eine beispiellose Eskalation dieser ethnischen Säuberung mit beobachten können:
Die Palästinenser*innen im Gazastreifen werden durch die israelische Besatzung ausgelöscht, vor den Augen der Welt gefoltert, in einem Massaker nach dem anderen ermordet, bei lebendigem Leib verbrannt, zu Tode gehungert, ohne Wasser, Nahrung und Medizin. Gaza wurde nahezu vollständig zerstört und im Rahmen eines umfassenden Völkermords faktisch annektiert, während das Westjordanland Schritt für Schritt durch Militäreinsätze, Landraub und Siedlergewalt ausgelöscht wird.
Darüber hinaus hat das zionistische Regime ein Gesetz verabschiedet, das die Einführung der Todesstrafe ermöglicht – eine Maßnahme, die sich ausschließlich gegen Palästinenserinnen richtet.
All dies geschieht als Teil eines größeren imperialen Projekts – der expansionistischen Vision eines „Großisrael” – das durch den fortgesetzte Landraub nicht nur in Palästina, sondern auch durch Souveränitätsverletzungen, Bombardierungen und ethnische Säuberungen in den Nachbarregionen wie Syrien, Libanon und Iran voranschreitet.
Und dennoch, angesichts all dessen, widersetzen sich die Palästinenser*innen ihren Besatzern mit Stärke, Mut und Entschlossenheit. Die unerschütterliche, unbeugsame Kraft des palästinensischen Volkes leitet uns alle in unserem Kampf für Gerechtigkeit und Freiheit. Palästinensische Gefangene, Aktivist*innen, bewaffnete Widerstandsgruppen, Arbeiter*innen, Gemeinschaftsbildner*innen, Lehrer*innen und sogar Kinder pflanzen Hoffnung, indem sie tagtäglich gegenüber der anhaltenden Nakba Widerstand leisten.
Wir wissen, dass unsere Kämpfe gegen unterdrückerische Systeme weltweit miteinander verbunden sind. Es wird keinen Frieden auf gestohlenem Land und keine Freiheit geben, bis es vollständige Befreiung für uns alle gibt.
„Free Palestine” ist kein Slogan. Es ist ein Versprechen, ein Versprechen für uns alle. Ein Versprechen für Gerechtigkeit, Befreiung und Selbstbestimmung, und es erinnert uns daran, dass selbst während Völkermord und kolonialer Herrschaft die Flammen des Widerstands niemals ausgelöscht werden können.
Also lasst uns all unsere Wut auf die Straße tragen! Lasst uns dieses unterdrückerische System angreifen, aus dem Kern des Ungeheuers heraus! Wir stehen zusammen, Hand in Hand. Denn niemand ist frei, bis wir alle frei sind!






