Feministischer Kampftag 8. März 2026
„Rise in Rage. Build in Struggle.”
15:00 Kottbusser Tor
„Wir folgen dem Beispiel unserer Geschwister aus dem Globalen Süden und weigern uns, den Kampf gegen das Patriarchat vom Kampf gegen Imperialismus, Kapitalismus, Kolonialismus und jegliche staatliche Gewalt zu trennen. Ihr Kampf ist unser Kompass. Schließt euch uns auf der Straße an für die diesjährige revolutionäre 8. März Demonstration. Lasst uns laut und deutlich sein: Wir sind nicht hier, um zu verhandeln, sondern um zu eskalieren. Nicht um zu reformieren, sondern um zu stürzen.
Wir erheben uns im Zorn. Wir erbauen im Kampf. Bis zur vollständigen Befreiung.“
– Alliance of Internationalist Feminists
Am 19. März 1911 wurde zum ersten Mal weltweit zu einem Kampftag der Frauen mobilisiert, linksrevolutionäre Sozialist*innen wie u.a. Clara Zetkin hatten die Ausrufung eines gemeinsamen Internationalen Frauentags forciert. Das Datum für den feministischen Kampftag war damals bewusst gewählt worden, um den revolutionären Charakter hervorzuheben, denn der Vortag – der 18. März – war der Gedenktag für die Gefallenen der Märzrevolution 1848 in Deutschland und an diesem Tag wurde 1871 die Pariser Kommune ausgerufen. Etwas später, in 1921, wurde der Internationale Frauentag in gemeinsamer Abstimmung auf den 8. März festgelegt.
Auch der 18. März war damals ein Internationaler Kampftag. Uns ist dieses Datum bekannt als Tag für die Freiheit der politischen Gefangenen. In diesem Sinne wollen wir für den diesjährigen feministischen Kampftag nochmal besonders auf die FLINTA* aufmerksam machen, die weltweit in den Kerkern der imperialistischen und kolonialen Ländern wegen ihres Kampfes für die vollständige Befreiung eingeknastet sind und dort neben Folter ebenso sexuellen Übergriffen und Vergewaltigungen ausgesetzt sind.
Jeden 1. Samstag im Monat findet seit einiger Zeit in Berlin eine Massendemo für die Freiheit von Palästina statt, an der wir uns ebenfalls beteiligen. Weil diese Demo am Vortag des Frauenkampftags 8. März sein würde, wird diesmal keine eigenständige Massendemo für Palästina stattfinden, sondern zur Teilnahme in der Revolutionären 8. März Demo mobilisiert. An diesem Tag gilt der Fokus explizit auch den palästinensischen FLINTA*, die für Befreiung kämpfen – auch gerade wegen ihres Widerstands gegen den andauernden Genozid sind die nochmal zusätzlich massiver patriarchaler und sexistischer Gewalt durch die israelischen Besatzungstruppen ausgesetzt.
Am feministischen Kampftag soll ihr Leben und ihr Kampf für die Befreiung besonders gewürdigt werden. Wir fordern die sofortige Freilassung der Genossinnen, vor allem aus dem israelischen Folterknast „Damon”.
Lucy Parsons, die berühmte Schwarze Anarchistin und Aktivistin der sozialrevolutionären Bewegung, beschrieb auf der Gründungskonferenz der IWW (Industrial Workers of the World) 1905 in „Chicago” („USA”) Frauen als „Sklavinnen der Sklaven”, und propagierte die vollständige Befreiung von Frauen. Sie setzte sich für die vollständige Abschaffung des Staates, des Kapitalismus und der patriarchalischen Unterdrückung ein und hinterfragte damit sowohl die Mainstream-Arbeiter*innenbewegung als auch die bürgerlichen feministischen Bewegungen ihrer Zeit.
Sie steht für eine frühe Form des intersektionalen Anarchismus, der die Befreiung der FLINTA* mit der Organisation der Arbeiter*innenbewegung und dem Kampf gegen Rassismus verbindet.
In diesem Sinne rufen wir alle Anarchist*innen, Autonome und Antifaschist*innen dazu auf, dem Beispiel unserer Geschwister im Globalen Süden zu folgen und sich dem gemeinsamen Kampf für die totale Befreiung anzuschließen!
Internationalistische Anarchist*innen für die Zerschlagung des Patriarchats




