Quelle: Matthias Monroy, Neues Deutschland 13.06.2026
Israel Aerospace Industries (IAI) vereinbart mit Berlin die Gründung eines »Innovationszentrums« in Adlershof. Geplant sind Forschung, Start-up-Förderung und »lokale Produktion«.
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Am Rande der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) hat der Rüstungskonzern mit dem Land Berlin nun eine strategische Absichtserklärung zur Gründung eines neuen »Innovationszentrums« für Militär, Luft- und Raumfahrt unterzeichnet. Dabei geht es ausdrücklich nicht nur um Forschung. Geplant sei auch der Ausbau der industriellen Präsenz von IAI »durch lokale Produktion«, wie es in einer Pressemitteilung heißt.
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Das geplante »IAI-Berlin Aerospace & Defense Innovation Center« soll im Technologiepark Berlin-Adlershof entstehen. Dort sollen Start-ups, Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Cybersicherheit sowie autonome Systeme enger zusammenarbeiten. Adlershof gilt neben dem ehemaligen Flughafen Tegel als einer der wichtigsten Wissenschafts- und Innovationsstandorte Berlins.
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Unterzeichnet wurde die Vereinbarung im Rahmen eines offiziellen Treffens zwischen dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und dem IAI-Vorstandsvorsitzendem Boaz Levy. Nach Angaben des Berliner Senats nahmen daran auch weitere »Vertreter*innen aus Politik und Wirtschaft« teil.
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Die weitere Militarisierung Berlins durch die strategische Zusammenarbeit mit Israels größtem Rüstungskonzern und die Entscheidung für Adlershof dürfte nicht ohne Widerstand verlaufen. Regelmäßig kommt es zu Protesten und Aktionen gegen den Ausbau der Rüstungsproduktion in Berlin, etwa gegen die Umstellung des Pierburg-Werks von Rheinmetall im Wedding auf Rüstungsfertigung.
Auf die Infrastruktur des Adlershofer Standorts und seiner Umgebung gab es im vergangenen Herbst einen Brandanschlag, der nach bisherigen Erkenntnissen Einrichtungen aus dem Umfeld der dort ansässigen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie zum Ziel hatte.
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